Salzburg. In Salzburg kommt trotz des fehlenden Schnees Adventstimmung auf. Die Vorbereitungen für die rund 90 Weihnachtsmärkte laufen auf Hochtouren. Der Salzburger Christkindlmarkt öffnet heute, die 96 Holzhütten auf dem Dom- und Residenzplatz sind aufgestellt. Damit alles glänzt, werden 4.000 Meter Tannengirlanden und 2.500 Meter Lichterketten mit 5.000 energiesparenden LED-Glühbirnen verlegt.

Der große Weihnachtsbaum für den traditionellen Christkindlmarkt stammt heuer aus der Stille-Nacht-Gemeinde Wagrain. "Er wird vom Straßenbauamt der Stadt Salzburg mit handgemachtem Christbaumschmuck der Hauptschule Wagrain festlich geschmückt", schilderte Christkindlmarkt-Obmann Wolfgang Haider. Der Markt zählt jährlich über eine Million Besucher, was auch "Langfinger" anzieht. Ein eigener Wachdienst gegen Diebstähle wurde deshalb eingerichtet. Um die Umwelt zu schonen, werden die Getränke in Keramiktassen und biologisch abbaubaren Pappbechern ausgeschenkt. Das "Christkindl" mit seinen vier Engeln wird am 1. Adventsamstag (29. November) um 15.30 Uhr vom Balkon der Residenz aus die Besucher in mehreren Sprachen begrüßen.

Überdimensionaler Adventkalender
Ein vorweihnachtlicher Magnet ist schon seit Jahren der "Hellbrunner Adventzauber" mit rund 250.000 Besuchern. Die mehr als 40 Verkaufsbuden vor dem Schloss Hellbrunn öffnen ebenfalls am 20. November. Die Schlossfassade mit ihren 24 Fenstern verwandelt sich in einen überdimensionalen Adventkalender. Vor dem Lustschloss entsteht ein Märchenwald aus über 400 mit 13.000 roten Kugeln und Lichterketten geschmückten Nadelbäumen. Für Kinder gibt es einen Streichelzoo, Würstelgrillen am Lagerfeuer, Ponyreiten, eine Fahrt mit dem Weihnachtszug und Geschichten von einem Märchenzähler. In den Holzbuden werden alpenländische Spezialitäten und traditionelles Kunsthandwerk angeboten. Am 22. Dezember geht ein DJ-Ötzi Benefizkonzert zugunsten der Salzburger Wärmestube über die Bühne.

Auch kleinere Märkte in der Stadt Salzburg warten mit viel Liebe zum Detail auf. Der Weihnachtsmarkt auf dem Mirabellplatz (ab 20. November) lockt mit lokalen Spezialitäten wie Spätzle mit gebratenem Speck. Originelle Geschenks-Ideen und ein unterhaltsames Rahmenprogramm bietet der "Festungsadvent" im Burghof der Festung Hohensalzburg (28. November bis 21. Dezember , Freitag bis Sonntag). Klein aber fein ist der "Spezereien"-Adventmarkt im Franziskischlössl am Kapuzinerberg (29. November bis 21. Dezember, jeden Samstag und Sonntag sowie auch am 8. Dezember). Beim "Weihnachtszauber" in der Stiegl-Brauwelt werden als Alternative zum Glühwein das Glühbier "Ruprecht" und das Honigbier "Christkindl" ausgeschenkt. Wer zu viele Kekse gegessen hat, kann beim Eisstockschießen überflüssige Kalorien loswerden.

Stimmungsvoll: Adventmarkt St. Leonhard bei Grödig
Für seine stimmungsvolle Atmosphäre ist der Adventmarkt St. Leonhard bei Grödig bekannt (29. November bis 21. Dezember). Die Kerzen, Holzschnitzereien, der Weihnachtsschmuck und die Wollprodukte wurden von Schul- und Frauengemeinschaften sowie Behinderten hergestellt. Der Reinerlös kommt der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen zu Gute. Im Vorjahr waren es 90.000 Euro.

Jeder der Adventmärkte in Salzburg ist eine Besonderheit. Mit "Waschbär, Stier, Hund und Katz" soll der Adventmarkt auf Gut Aiderbichl in Henndorf zum besonderen Erlebnis werden. "Europas größte lebendige Tierkrippe" wurde bereits am 14. November eröffnet  und ist täglich bis 6. Jänner geöffnet. Sehr beliebt sind auch der Bergadvent im Großarltal, der Zeller Adventzauber, der Waldklang in Anif und die Adventmärkte in Oberndorf und Gastein.

"Wolfgangseer Advent"
Ebenfalls ein Anziehungspunkt ist der "Wolfgangseer Advent" in St. Gilgen, Strobl und im oberösterreichischen St. Wolfgang (an den Adventwochenenden von Donnerstag bis Sonntag sowie am 8. Dezember, Eröffnung am 21. November). Die Besucher können mit der Sternen-Schifffahrt zwischen den drei Salzkammergut-Gemeinden hin-und herpendeln. Der Adventdampfzug der Schafbergbahn bringt Bergromantiker auf 1.015 Meter Seehöhe. Ein "Komet" in Strobl weist den Weg zum "Stall von Bethlehem" mit lebenden Tieren, in St. Gilgen ist eine große barocke Krippe zu bestaunen und in St. Wolfgang kann man Meistern alter Handwerkskunst beim Arbeiten über die Schulter schauen.