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Dossier
Wiener Festwochen

Von 11. Mai bis 17. Juni 2018 gehen in Wien wieder die Festwochen über die Bühne. Es werden 30 Produktionen gezeigt, der Schwerpunkt liegt heuer auf Theater, Hauptthema ist die "fragile Demokratie".

Die Schaltkanzel als Hauptinstrument: der venezolanische Produzent Arca. - © Karolina Miernik, Emilia Milewska

Wiener Festwochen

In der Sargfabrik in die Sauna6

  • Am Donnerstag startete das Hyperreality-Festival der Wiener Festwochen mit Arca.

Eine gewisse Vorliebe für die Peripherie ist dem Herren Intendanten nicht abzusprechen. Tomas Zierhofer-Kin hat diese vom in Krems beheimateten Donaufestival als Festwochen-Leiter schon im Vorjahr auch in die Wienerstadt mitgebracht. Die hier als Festival im Festival installierte Schiene für Clubkultur verschreibt sich unter dem hypermodernen Namen... weiter




Roboterhund Aibo ist der Protagonist im Stück "Deep Present" bei den Festwochen. - © Festwochen/Euiseok Seong

Theaterkritik

Roboterhund Aibo ratlos8

  • Jisun Kim mit der Performance "Deep Present" bei den Wiener Festwochen.

Wien. Totale Finsternis. Dann Licht auf ein Podium, darauf Aibo, der weiße Roboterhund, schon 1999 im Programm von Sony – dribbelnd, sich räkelnd, aufmerksam zuhörend. Mit diesem Auto-Motion-Aibo, das japanische Wort für Partner und ein Akrostichon von Artificial Intelligence roBOt, zog die Künstliche Intelligenz in viele Hörsäle und... weiter




Auf den Spuren des Planck-Universums. - © Wagenhan, Ikeda, ZKM

Kritik

Lost in Space

  • Wie sieht das Universum aus? Wie tönt es? Ryoji Ikedas Installation sucht Antworten.

Der japanische Medienkünstler Ryoji Ikeda gehört weltweit zu den führenden Sound-Tüftlern, die daran arbeiten, die Grenzen des Hören und Sehens mit avancierten technischen Mitteln neu auszuloten. Peter Weibel bezeichnet ihn im Programmheft als "prototypischen Künstler des 21. Jahrhunderts", weil er den "Wechsel von Maschinen und Materialien zu... weiter




Die Orestie von Aischylos unter der Regie von Ersan Mondtag. - © Armin Smailovic

Theaterkritik

Unter Ratten5

  • "Orestie" als Thriller mit wenig Botschaft: Ersan Mondtag zeigt das antike Drama als Nager-Saga.

Der Vater hat die Tochter geopfert. Die Frau hat ihren Mann betrogen und erschlagen; der Sohn wiederum hat die eigene Mutter umgebracht und verliert darüber den Verstand. Braucht es mehr Gräuel? In einer der Vorgeschichten des berühmten Atriden-Mythos werden dem Vater seine eigenen Kinder als Schandmahl aufgetischt... weiter




Miniaturpuppen im Dokumentartheater. - © Festwochen/Leo van Velzen

Wiener Festwochen

Großes Sterben im kleinen Format1

  • Die Theatergruppe Hotel Modern aus Rotterdam gastierte mit ihrer eindringlichen Produktion "Kamp" bei den Wiener Festwochen.

Aufgestapelte Schuhe von Damen, Herren, Kindern. Hunderte Brillen auf einem Haufen. Die Öfen! Die Geleise zu den Dead-End-Prellböcken! Lochkarten zur mechanischen Bearbeitung von Personendaten! Die Kinderzeichnungen! Sehr verschiedene Eindrücke bezeichnen Besucher des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau als ihre stärksten, furchtbarsten... weiter




Arabische Sangestradition trifft auf Mittelalter-Epos. - © Janto Djassi

Theaterkritik

Kopf ab

  • Ein Kreuzzug-Epos auf Arabisch: Wael Shawky gastiert mit dem Rolandslied bei den Festwochen.

Es gibt Theaterabende, die sind theoretisch vielversprechend, erweisen sich in der Praxis aber als eher lähmende Veranstaltungen. In diese Riege ließe sich auch "The Song of Roland: The Arabic Version" einreihen. Das Gastspiel von Wael Shawky feierte nun im Rahmen der Wiener Festwochen im Theater an der Wien Premiere... weiter




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