Wiener Kongress

Patrick O. Cohrs - © Yale University/Bearbeitung: WJ

200 Jahre Wiener Kongress

"Putin hat eine Bringschuld"6

  • Patrick O. Cohrs, Geschichtsprofessor an der US-Eliteuniversität Yale, über das Erbe des Wiener Kongresses und seine Lehren für die heutige Politik.

Patrick O. Cohrs, 42, ist Professor für Geschichte und Internationale Beziehungen an der amerikanischen Elite-Universität Yale, an der er unter anderem das International History Programme mitbegründete. Seinen Doktor macht der gebürtige Hamburger 2002 in Oxford. Vor seinem Engagement in Yale forschte und lehrte er unter anderem in England (St... weiter




Das Theater in der Josefstadt. Eine der fünf großen Bühnen der Donaumetropole. - © Leemage/Corbis

200 Jahre Wiener Kongress

Ausklang in Moll3

  • Vor 200 Jahren endete der Wiener Kongress. Ein historischer Streifzug mit der "Wiener Zeitung" von 1815 in der Hand führt in eine Stadt mit lebendiger Kulturszene, hohen Mieten und schlechtem Trinkwasser.

In Geschichtsbüchern ist der 9. Juni 1815 ein denkwürdiges Datum: "Unterzeichnung der Schlussakte des Wiener Kongresses", vermerken historische Chroniken. Die monatelangen Verhandlungen der Mächtigsten Europas waren abgeschlossen. Zog die Bevölkerung jubelnd durch die Straßen? Wurden Feuerwerke abgebrannt? Keineswegs... weiter




Johann Nepomuk Höchle, Redoute paré während des Wiener Kongresses 1815. - © Quelle: Österr. Nationalbibliothek

Wiener Kongress

Wirbelnde Lustbarkeiten4

  • Bis heute prägt das Bonmot vom "tanzenden Kongress" unser Geschichtsbewusstsein. Und tatsächlich warfen sich die Kongressgäste damals in den Wirbel der Lustbarkeiten. Amouröse Verwicklungen und das "ewig Weibliche" beeinflussten die Verhandlungen.

Der deutsche Chronist und Schriftsteller Karl August Varnhagen von Ense, der im preußischen Gefolge als Diplomat am Wiener Kongress teilnahm, schreibt in seinen Erinnerungen: "Ich hatte Wien oft und in günstigen Zeitpunkten gesehen, aber diesmal erkannte ich kaum die Stadt wieder. Die Volksmenge schien verdoppelt; Bewegung und Gedräng überall... weiter




Nach dem Sieg über Napoleon bei der Völkerschlacht von Leipzig im Oktober 1813 verhandeln Europas Staatsmänner in Wien von 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 eine neue Friedensordnung. - © Corbis

Wiener Journal

Wiener Denkanstöße2

  • Der Wiener Kongress bietet auch 200 Jahre nach seinen Ende wertvolle Denkanstöße: Für einen dauerhaften Frieden braucht es stetiges Streben nach einer stabilen Weltordnung und eine tragfähige Machtbalance. In Europa gilt das vor allem für das Verhältnis zu Russland.

Es klang ein Hauch von Nostalgie durch. Es sei nur natürlich, schrieb er, dass man in einer "Periode, in der es gilt, angstvoll den Frieden vor der Bedrohung durch die nukleare Auslöschung zu retten", voller Verklärung auf den Wiener Kongress blickt. Das Trefen in Wien war der letzte große Versuch, internationalen Streit durch eine Großkonferenz... weiter




Am Podium: Wolfgang Danspeckgruber vom Liechtenstein Institute on Self-Determination an der Princeton University hat die zweitägige Veranstaltung organisiert und geleitet. - © Luiza Puiu

Wiener Kongress: 200. Jahrestag1

Wie relevant ist der Wiener Kongress heute noch? Eine von der "Wiener Zeitung" mitveranstaltete Podiumsdiskussion ging dieser Frage nach und zeigt zu dieser Veranstaltung sämtliche Eindrücke in einer umfangreichen Bildergalerie. weiter





20. November 1818
20. November 1818

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