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Dossier
Wiener Festwochen

Von 11. Mai bis 17. Juni 2018 gehen in Wien wieder die Festwochen über die Bühne. Es werden 30 Produktionen gezeigt, der Schwerpunkt liegt heuer auf Theater, Hauptthema ist die "fragile Demokratie".

Wiener Festwochen

Mit nur zwei Ausgaben ist der 49-jährige Zierhofer-Kin wohl der kürzest amtierende Intendant der Wiener Festwochen. - © APAweb / Helmut Fohringer

Vertragsauflösung

Aus für Festwochen-Intendant7

  • Der Vertrag mit Festwochen-Intendant Tomas Zierhofer-Kin wurde vorzeitig aufgelöst.

Es ist eine der ersten Amtshandlungen der neuen Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, und sie schlägt in das Wiener Kulturleben ein wie eine Bombe: Der Vertrag mit Tomas Zierhofer-Kin wird per 30. Juni 2018 einvernehmlich und vorzeitig aufgelöst. Mit nur zwei Ausgaben ist der 49-Jährige damit wohl der kürzest amtierende Intendant der Wiener... weiter




- © National Theater of Korea

Musiktheater-Kritik

Im Warteraum der Hölle3

  • Ein später Festwochen-Erfolg: "Trojan Women" als Gastspiel aus Korea.

Stille. Sieben Minuten lang passiert einmal gar nichts. Acht Frauen sitzen in blütenweißen Gewändern, die Kleider ähnlich geschnitten, doch nicht völlig gleich; im Zentrum prangt eine Frau, die aussieht, als wäre sie aus enormer Höhe herabgestürzt: Regungslos und verdreht liegt sie auf dem Boden. Tatsächlich hat hier eine Katastrophe stattgefunden... weiter




Bühne frei für die großen Fragen der Menschheit. Szene aus Ersan Mondtags Inszenierung der "Orestie". - © Armin Smailovic

Festwochen-Bilanz

Besser scheitern8

  • Glückte der Neuanfang der Wiener Festwochen? Eine Bilanz der zweiten Ausgabe unter Intendant Zierhofer-Kin.

Was ist bloß mit den Festwochen los? Die Frage war dieser Tage oft zu hören. Wiens größtes Festival war nicht nur unter den Besuchern Dauergesprächsthema. Neben szenischen Eigentümlichkeiten, die man 2018 wieder über sich ergehen lassen musste, erschienen in der Rückschau die vergangenen Festwochen-Ausgaben unter den Intendanten Markus Hinterhäuser... weiter




- © Tristram Kenton

Tanz-Kritik

Mehr Himmel als Hölle3

  • Boris Charmatz mit "10000 gestes" aus Rennes bei den Festwochen.

Unendlich ist die Zahl ausdrücklicher, eindringlicher Gesten im freien Tanz. Boris Charmatz und seine Musée de la danse beschränken sich auf "10000 gestes". Was meint: Wir wollen möglichst viel aus der Enzyklopädie der Körperkunst zeigen. Und hoffen, dass die Explosion der Quantität neue Qualität schaffe... weiter




Musiktheater-Kritik

Eine Winterreise oder: Alles für die Katz’3

(irr) Um mit einer Ehrenrettung zu beginnen: Hans Zender hat die "Winterreise" mit seiner Orchesterfassung (1993) nicht verhunzt. Die Verzweiflung, die den Wanderer antreibt, bricht hier zwar manchmal schrill aus. Meist schwelt sie aber auch bei Zender in einem romantischen Klangbild - eine subtile Schubert-Hommage... weiter




Ohren zu und durch: Bruyères  "L'habitude" in den Gösserhallen. - © Foto: Nurith Wagner-Strauss

Performance

Black Panther auf dem Kreuzweg10

  • "L’habitude", Politperformance von Jean Michel Bruyère, bei den Festwochen

Gehörschutz empfiehlt ein Schild vor dem Tor. Wo Jean Michel Bruyère mit der umwerfenden Post-Hardcore-Band "The Fourth is Bearded" überlaut und stumm mit Spruchbandsprüchen sein Memento an Aufstände und Befreiungskämpfe vor fünfzig, sechzig Jahren zelebriert. Er rückt das Leidensmaß der Wiener Heldengeneration aus 68 zurecht... weiter




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