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1.110 Ausländer wollen nach Anschlägen Aufenthaltsrecht

Von Rainer Mayerhofer

Politik

Der scheidende spanische Premier Jose Maria Aznar hatte am Tag nach den Anschlägen von Madrid, denen auch zahlreiche Nichtspanier zum Opfer gefallen waren, angekündigt, dass Opfer und deren Angehörige ersten Grades die spanische Staatsbürgerschaft oder eine Legalisierung ihres Aufenthalts beantragen könnten. Bisher haben 1.110 Personen entsprechende Anträge gestellt: 479 wollten ihren bisher illegalen Aufenthalt regeln, 631 suchten um die Verleihung der Staatsbürgerschaft an. Die meisten Anträge wurden nach Auskunft der Behörden von Einwanderern aus Rumänien, Ecuador und Kolumbien gestellt.

Dienstag Vormittag wurde den ersten Anträgen stattgegeben. Der Kolumbianer Jairo Calderon, seine Frau Ligia Rojas und deren neunjähriger Sohn Alejandro erhielten ihre Aufenthaltspapiere. Jairo Calderon lebte seit zweieinhalb Jahren ohne Genehmigung in Spanien. Er erlitt beim Anschlag im Bahnhof von El Pozo Verletzungen am Arm.