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14 von 19 Kandidaten dürfen nicht antreten

Von Alexis Neuberg

Politik

In der Elfenbeinküste dürfen nach einem Spruch des Obersten Gerichtes bei den Präsidentschaftswahlen am 22. Oktober nur 5 der 19 Kandidaten antreten.


Die Übrigen, unter ihnen auch der frühere Ministerpräsident Alassane Quattara, hätten die Bedingungen des Wahlgesetzes nicht erfüllt. Damit hat sich Militärmachthaber Robert Guei durchgesetzt, der Quattaras Kandidatur abgelehnt hatte.

Neben General Guei, der Ende 1999 durch einen Militärputsch an die Macht gekommen war, blieb auch der Sozialist Laurent Gbagbo auf der Kandidatenliste. Er gilt als ernstzunehmender Gegner Gueis. Die restlichen drei Kandidaten dürften nach Ansicht von Beobachtern keine Chance haben.

Quattara zeigte sich enttäuscht über das Gerichtsurteil, rief seine Anhänger aber zur Ruhe auf. Er warf Guei vor, alle wichtigen Gegner von der Wahl ausgeschlossen zu haben. Die USA haben den Gerichtsentscheid kritisiert und werden die Wahlen nicht unterstützen. Frankreichs Außenminister Vedrine wandte sich gegen das Urteil, betonte jedoch, dass das Land seit 1960 unabhängig sei.