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140.000 wollen die Post retten

Von WZ Online

Politik

Das Post-Volksbegehren der Christgewerkschafter hat nach Angaben des Innenministeriums gut 140.000 Unterschriften erreicht und muss damit vom Parlament behandelt werden.


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Die exakte Zahl liegt noch nicht vor, da das Resultat einer Bezirkshauptmannschaft ausständig ist. Der Initiator, Manfred Wiedner, zeigte sich gegenüber der APA zufrieden: "Wir freuen uns riesig und hätten uns nie gedacht so ein Ergebnis zu erzielen."

Mit den etwa 140.000 Unterschriften dürfte das Volksbegehren im ewigen Ranking auf Rang 28 (von 33) landen. Das ist für Wiedner aber kein Grund für Kummer, denn man habe "viele mächtige Gegner" gehabt.

Als erste ins Visier nahm der Christgewerkschafter seine Parteifreundin Innenministerin Maria Fekter, da sie als Termin für das Begehren eine Woche in der Haupturlaubszeit ausgewählt habe: "Sowas sollte verboten werden."

Dazu habe die Post Mitarbeiter unter Druck gesetzt und das schöne Wetter wohl auch viele vom Gang zur Behörde abgehalten. Hinzu gekommen sei noch der Beschluss des neuen Postmarkt-Gesetzes im Ministerrat vergangene Woche, wegen dem viele gedacht hätten, die Sache sei schon gegessen.

Die Anliegen, die man vertrete - etwa das Verhindern weiterer Ämterschließungen -, würden nun von der Gewerkschaft weiter vertreten, versicherte Wiedner. Zunächst will man sich an die Abgeordneten direkt wenden, um diese davon zu überzeugen, dem Postmarkt-Gesetz im Parlament die Zustimmung zu verweigern.

Die Initiatoren des Volksbegehrens fordern unter anderem die Sicherung von Postdienstleistungen zu gleichen Bedingungen für die gesamte Bevölkerung. (APA)