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15 Prozent weniger Verkehrstote

Von Walter Hämmerle

Politik

Die Zahl der Verkehrstoten in Österreich geht weiter zurück: Das berichtet Verkehrsminister Hubert Gorbach im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Gleichzeitig schließt er jeden Wechsel im BZÖ-Regierungsteam vor den Nationalratswahlen aus. Das gelte auch für ihn und für den Fall von Schlappen bei den kommenden Landtagswahlen.


"Unfälle sind zwar niemals erfreulich, aber die aktuellen Halbjahreszahlen zeigen, dass wir punkto Verkehrssicherheit auf dem richtigen Weg sind", zeigt sich Gorbach zufrieden. Mit 328 Toten sank im ersten Halbjahr (1. Jänner bis 3. Juli) der Blutzoll auf Österreichs Straßen um 55 Tote im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004. Das entspricht einem Rückgang um 14,4 Prozent.

Bestätigt wird der Trend auch von der Opferbilanz des ersten Ferienwochenendes, an dem die Zahl der Toten im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel, von neun auf sechs, zurückging. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten 383 Personen auf Österreichs Straßen tödlich. Offiziell wird die Opfer-Statistik des Verkehrsministeriums am heutigen Donnerstag präsentiert.

Die Ursachen für den deutlichen Rückgang sieht Gorbach in einem Bündel an Maßnahmen wie der Einführung des Vormerksystems, Licht bei Fahren am Tag, Schwerpunktkontrollen bei Lkw oder der Führerschein-Reform. Gorbach: "Die jüngste Bilanz ist ein großer Schritt zum Ziel, bis 2010 die Zahl der jährlichen Verkehrstoten auf unter 500 zu halbieren." Auch die Unfälle mit Personenschaden will der Minister bis dahin um 20 Prozent verringern.

Nicht festlegen will sich der Vizekanzler im Interview, ob eine Kandidatur des BZÖ bei allen drei Landtagswahlen sinnvoll ist. Dies sei Sache der Verantwortlichen vor Ort, aber natürlich brauche es personelle und organisatorische Strukturen.