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2002 schwarze Null in Mitteleuropa

Von Petra Medek

Wirtschaft

Im laufenden Jahr will der Baustoffkonzern Wienerberger in Österreich, Deutschland und der Schweiz eine schwarze Null schreiben, nachdem die drei Märkte 2001 zusammen einen EBIT-Verlust von 43 Mill. Euro verbuchen mussten.


Um dies zu realisieren, wurden Preiserhöhungen durchgeführt, in Deutschland wurden die Preise per März um 20% angehoben, sagte Vorstandmitglied Johann Windisch gestern in der Bilanzpressekonferenz. In Österreich, wo Wienerberger 2001 zum ersten Mal seit 20 Jahren rote Zahlen geschrieben hat, sind die Ziegelpreise seit Jahresbeginn um 5% gestiegen.

2001 rutschte das Konzernergebnis erwartungsgemäß in die Verlustzone: Das Ergebnis nach Steuern 2001 sackte von plus 201,4 auf minus 17,8 Mill. Euro ab. Das Vorsteuerergebnis brach von plus 228,3 Mill. Euro auf minus 62,7 Mill. ein. Vor allem Restrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen von 92 Mill. Euro hätten das Ergebnis belastet, so der Vorstand. Der Umsatz wuchs - bereinigt um die verkaufte Treibacher - um 2% auf 1,54 Mrd. Euro, ohne Neuakquisitionen wäre der Umsatz 2001 um 1% gesunken.

Für heuer strebt Wienerberger nach den Worten von Finanzvorstand Hans Tschuden ein Betriebsergebnis von 100 Mill. Euro an. In Zentraleuropa, speziell in Deutschland, sei aber auch heuer kein Wachstum zu erwarten. Auch der Polnische Markt werde sich nicht vor 2003 erholen. Potenzial habe der Konzern hingegen in den USA, so Windisch.