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3sat mit Mut zum Schwerpunkt

Von Bernhard Baumgartner

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Es kommt zugegebener Weise selten vor, dass man einen Fernsehsender uneingeschränkt loben kann. Im Falle von 3sat hat sich der Sender das jedoch verdient. Seit Montag spielt man dort noch bis Freitag einen hochinteressanten Buddhismus-Schwerpunkt, der das Beste versammelt, was es an Dokumentationen und Filmen zu dem Thema gibt.


Am Montag war etwa die Kreuz&Quer-Dokumentation "Buddhas kämpferische Nonne" über Tenzin Palmo zu sehen, eine Engländerin, die als eine der wenigen Frauen als hohe Nonne ordiniert wurde. Sehr drastisch wies die Doku dabei auf den auf Männer zugeschnittenen tibetischen Buddhismus hin, der es vielen Frauen schwer macht, höhere Weihen zu bekommen. Tenzin Palmo ist aber auch darüber hinaus interessant. Die westliche Pilgerin lebte zwölf Jahre in einer kleinen Höhle im Himalaya, um sich von der Welt zurückzuziehen und zu meditieren. Ein beeindruckendes Portrait, das Liz Thompson hier zeichnete.

Mittwoch stehen gleich vier interessante Dokumentationen an, darunter jene des ORF über Lama Palmo, eine weitere starke buddhistische Frau, die in der Nähe von Wien lebt und wirkt. Donnerstag und Freitag steht dann die Dokumentation "Tibet - Reise in ein verbotenes Land" auf dem Hauptabend-Programm. Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking 2008 gelang es dabei Steffen Bayer, Regionen im seit 60 Jahren durch die Chinesen besetzten Tibet zu bereisen, die normalerweise für Journalisten - vor allem wenn sie sich erlauben, kritisch zu berichten - unzugänglich sind. Als Reiseführer dienten dabei Tagebücher von Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter. Schön, dass 3sat das zeigt.