Zum Hauptinhalt springen

40 Jahre B'nai B'rith

Von Alexandra Grass

Politik

Anlässlich des 40jährigen Bestehens der B'nai B'rith - Zwi Peres Chajes Loge in Österreich wurde am Sonntag im Theater in der Josefstadt eine Festmatinee veranstaltet.


B'nai B'rith - auf hebräisch "Die Söhne des Bundes" symbolisiert die Verbundenheit zum Judentum und blickt auf eine über 150jährige Geschichte zurück.

Die Zwi Peres Chajes Loge existiert nun seit 40 Jahren in Wien. Zwi Peres Chajes, der Namensgeber der Loge, betrachtete Wien als seine geistige Heimat. In seinen Vorträgen versuchte er, seinen Zuhörern, Juden und Nichtjuden, die Botschaft des Judentums näher zu bringen. Als Rabbiner hat er es sich zur Aufgabe gemacht, die jüdische Gemeinde von Wien aus den Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit herauszuführen.

Zwi Peres Chajes war stets vorausschauend, seine Aussagen sind auch heute aktuell, man kann ihn als Visionär bezeichnen.

Die B'nai B'rith sah er als Plattform für die Pflege jüdischer Kultur, aber auch zu Umsetzung humanitärer und sozialer Ideen.

B'nai B'rith unterstützt keine politische Partei. Orthodoxe, liberale und konservative Juden sind gleichermaßen willkommen.

Das Wort "Loge", mit dem sich die Einheiten bezeichnen, bedeutet nicht, die Bezeichnung eines "Geheimordens" vielmehr stammt dieser Begriff aus Zeiten, in denen man mit dem Wort eine geschlossene Gruppe von Menschen bezeichnete, zu der man nicht so leicht Zutritt erhielt. Heute sind viele Veranstaltungen auch Nichtmitgliedern zugänglich.

Im Vordergrund steht die soziale Tätigkeit und Hilfeleistung für Bedürftige. Dabei gilt es, die individuelle Not zu lindern, insbesondere die der älteren und kranken Menschen. Im Rahmen der Aktivitäten wurden spezielle Lazarettzelte nach Israel geschickt und auch Stipendien für Studenten vergeben.

Die B'nai B'rith ist zwar ein Bund von Juden, sucht aber die konstruktive Mitarbeit mit der nicht jüdischen Umwelt. Seit langem schon hat sich B'nai B'rith nicht nur dem Kampf gegen Antisemitismus verpflichtet, sondern setzt sich auch allgemein für die Menschenrechte ein.

Festreden wurden bei der Veranstaltung von Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und dem Direktor der Wiener Staatsoper, Ioan Hollaender, gehalten.