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Ab ins königliche Schlafgemach

Von Ina Weber

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Es brauchte etwas, bis dem Zuseher Dienstagabend eines dämmerte: Wohin man auch zappte, es wurde Königliches ja gar Kaiserliches aufgeboten. Da waren zunächst einmal "Die Tudors" auf Arte, jene opulente History-Serie, die mit ihren aufwendigen Kostümen beeindruckt und das herrlich theatrale Spiel zwischen Liebe, Macht und Intrige in Szene setzt.


Jonathan Rhys Meyers, der mit dem Film "Match Point" bekannt wurde, spielt König Heinrich VIII., der sich lustvoll seiner Macht und der Liebeslust hingibt. In des Kaisers neuen Kleidern - nämlich gar keine! - wirkt er gar zu verführerisch, nicht nur im Bett mit seiner Geliebten. Eine bereits mehrfach ausgezeichnete Serie, die dem Zuseher großes Leinwand-Kino ins Wohnzimmer beschert.

Mit einem Klick auf ORF2 geht es - wie mittlerweile gewohnt - auch bei "Thema" königlich weiter. Das tausendste Bild, die tausendste Folge über Königshäuser, die von schwedischen, englischen, spanischen und norwegischen Prinzessinnen und Prinzen erzählt, als wären sie Teil der eigenen Verwandtschaft. Wie heißt die blonde hübsche Prinzessin geschwind? Ah, das ist doch Mary von Dänemark! Und Prinz Charles als Baby! Mei, lieb. Doch selbst die aufkommende Langeweile des Zusehers lässt an Kaiserliches denken. Der Kaiserschmarrn im Tiefkühler ruft gar zu verführerisch. Doch halt - auf Sat1 gibt es Rindsrouladen! Der österreichische Spielfilm "Küsse, Schüsse, Rindsrouladen" zeigt den weltfremden Briefmarkenhändler Herbert, der in seinem Essen herumstochert. Und dieser ist niemand Geringerer als unser Kaiser! Kaiser Robert Heinrich I. Palfrader von Österreich! Jetzt reichts aber! Bei zu viel des Kaiserlichen heißt es: Abmarsch ins königliche Schlafgemach und Licht sparen!