Zum Hauptinhalt springen

Ab Juli 13 Sterne am Luftfahrthimmel

Von Christina Weniger

Wirtschaft

Ab dem 1. Juli 2000 gehören dem weltgrößten Luftfahrtbündnis, der Star Alliance, zwei weitere Mitglieder an: Mit der British Midland, der zweitgrößten Fluglinie Großbritanniens, und der Mexicana Airlines, der ältesten Fluglinie Mexikos, bieten dann insgesamt 13 (bzw. 15, wenn die Lauda Air und die Tyrolean Airways, die beide zum AUA-Konzern gehören, extra gerechnet werden) Fluggesellschaften rund 815 Destinationen in mehr als 130 Ländern an.


Damit sei die Aufnahme neuer Mitglieder fürs erste abgeschlossen, meinte Mario Rehulka, Vorstandsdirektor der Austrian Airlines (AUA), gestern im Rahmen des Chief Executive Boards, des Führungsgremiums der Star Alliance, in Wien. In Zukunft könne man sich jedoch eine oder zwei neue Fluglinien im Verbund vorstellen, meinte SAS-Chef Jan Stenberg. Bilaterale Kooperationen zwischen den einzelnen Fluggesellschaften innerhalb der Star Alliance seien davon aber nicht betroffen.

Die Pole-Position unter den Luftfahrtallianzen werde die Star Alliance nicht abgeben, meinte Rehulka weiter. Das Wachstum seit der Gründung im Jahr 1997 sei beeindruckend. Damals hatten sich fünf Fluglinien zusammengeschlossen, um ihren Kunden die Vorteile eines weltumspannenden "nahtlosen Reisenetzes" (Seamless Travel) anzubieten. Derzeit gehören Air Canada, Air New Zealand, All Nippon Airways (ANA), Ansett Australia, Lufthansa, Scandinavian Airlines (SAS), Singapore Airlines, Thai Airways, United Airlines und Varig Brazilian Airlines sowie seit dem 26. März dieses Jahres die AUA-Gruppe zur Star Alliance.

Neben der Aufnahme der beiden neuen Mitglieder wird ab Anfang Juli auch die Organisation des Luftfahrtbündnisses gestrafft. Neben Vollzeit-Führungskräften wird auch ein Chief Executive Officer (CEO) gesucht. Die Bestellung von Friedel Rödig (Lufthansa) wurde jedoch nicht bestätigt. Arbeitsort soll Frankfurt sein.

AUA denkt über Treibstoffzuschlag nach

Die AUA denkt über eine Erhöhung ihrer Ticketpreise nach. "Wenn die Treibstoffpreise auf diesem Niveau bleiben, müssen wir über einen Treibstoffzuschlag nachdenken", sagte Rehulka am Rande des Chief Executive Board.

Ein solcher Zuschlag könnte zwischen 300 und 400 Schilling (22 bis 29 Euro) liegen. Zuvor werde man noch die Halbjahresergebnisse Mitte August abwarten. Im Vorjahr wurden 1,3 Mrd. Schilling für Treibstoff aufgewendet, heuer könnten die Kosten laut Rehulka um 600 Mill. Schilling höher ausfallen.