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Abhör- und ausfallsicher

Von Christian Rösner

Politik

60 Wiener Infrastrukturbetriebe bekommen Digitalfunkgeräte mit Nato-Standard.


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Wien. Bisher hat es in Wien bzw. in ganz Österreich noch keinen tagelangen Blackout gegeben, der die Kommunikation der wichtigsten Infrastrukturunternehmen des Landes lahmgelegt hat. "Aber wenn man jetzt nicht vorsorgt, dann ist es im Ernstfall zu spät", erklärte Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl bei der Übergabe von 60 abhör- und ausfallsicheren Digitalfunkgeräten für die Bundeshauptstadt - im Beisein von Bürgermeister Michael Häupl und Innenminister Herbert Kickl.

In ganz Österreich gibt es damit schon insgesamt 120 solcher Funkgeräte, die eine Kommunikation zwischen Einsatzkräften, Energieversorgern, Infrastukturbetrieben, Spitäler und Banken ermöglichen, selbst wenn alle Telefon-, Internet- und Mobilfunkverbindungen nicht mehr funktionieren. Codiert nach militärischem Nato-Standard, wie BVT-Bereichsleiterin Sylvia Mayer erklärte. Die konkrete Bezeichnung lautet "Digitalfunk BOS Austria" - ein digitales Bündelfunksystem zur Funkkommunikation für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).

Stellvertretend für alle Sektoren der "kritischen Infrastrukturbetriebe" der Stadt bekamen am Dienstag sechs Betriebe ein Funkgerät überreicht: Die ÖBB für den Sektor der Verkehrsinfrastruktur, die Wien Energie (Sektor Energieversorgung), das Bundesrechenzentrum (IKT-Sektor), der Krankenanstaltenverbund mit allen Spitälern (Gesundheit), die Raiffeisen Landesbank (Finanzen), Wien Wasser (Daseinsvorsorge) und das Atom Institut für (Forschungseinrichtungen.

Wie der Polizeipräsident im Anschluss der Veranstaltung betonte, sei die momentane Sicherheitslage in Wien eine sehr gute. Es gebe keine unmittelbare Bedrohungslage. "Die Kriminalität geht zurück, aber es herrscht - wie auch in ganz Europa - eine abstrakte Gefährdung beim Thema Terrorismus."