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Abschied vom Auslaufmodell

Von Bernhard Baumgartner

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Ab Freitag, hat das Leben echter TV-Freaks wieder einen Sinn: "Dancing Stars" geht im ORF in die gefühlte 17. Staffel. Man kennt die vielfältige PR-Maschinerie ja, die die an sich eher unspektakuläre Sendung zum "TV-Event" hochstilisieren soll - sogar Niki Lauda hat wieder einmal das von ihm geforderte Skandälchen geliefert, indem er den Journalisten pflichtschuldig gegen die Präsenz des Porno-Stars Dolly Buster in den Block pöbelte. Soweit alles wie immer - nur den Haider Alfons hat der ORF diesmal aus dem Drehbuch rausgeschrieben.

Man sollte es nicht für möglich halten, aber eine Sendung wie "Dancing Stars" ist für den ORF ein massives Investment, das üppige Teile des für Eigenproduktionen vorgesehenen Budgets verschlingt. Aber wird die Sendung auch den von ihr erwarteten Erfolg liefern? Wird sie die Quoten pushen und den seit Jahresbeginn vor sich hindümpelnden Werbebuchungen frischen Wind verpassen? Davon ist eher nicht auszugehen. Vielmehr steht zu befürchten, dass sich die Zuseher an der Wiederkehr des stets selben längst sattgesehen haben. Dieselben Gesichter, dasselbe Studio, dieselben streichelweichen Jury-Sätze: Alles schon mal da gewesen. Man darf annehmen, dass das die letzte Staffel gewesen ist. ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner ist ja nicht gewählt worden, damit sie alles beim Alten lässt. Man darf gespannt sein, was sich ihr Team an Innovationen für den Show-Bereich einfallen lässt. Hier wäre frischer Wind dringend nötig.

Website "Dancing Stars"