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Abseits: Zu wenig Klasse

Von Alexander Strecha

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Der Privatsender Premiere will nun rechtlich gegen den öffentlich-rechtlichen ORF vorgehen. Stein des Anstoßes war einmal mehr, dass der ORF Bilder zur Fußball-Bundesliga in der Sendung "Sport am Sonntag", einem Unterhaltungsprogramm, verwendete. Laut gerichtlichem Entscheid dürfte er dies nur in einer Informationssendung, sprich dem Kurzsport um 20 Uhr. Dem beleidigten weil ausgebooteten ORF ist es auch nicht zu dumm, Sonntag für Sonntag Sturm Graz-Präsident Hannes Kartnig vor-, pardon einzuladen, damit dieser brav über Premiere Austria schimpft und den ORF in den siebenten Fußball-Himmel lobt. Man kann dieses Spielchen noch so oft wiederholen, der ORF wird weiter im Abseits stehen.

Sturm hat ob des weit größeren Geldflusses von Premiere wie jeder andere Klub auch mehr TV-Gelder am Konto. Und Kartnigs Hauptsponsor musste ebenso wie er selbst damit rechnen, dass sich die TV-Situation in einer freien Marktwirtschaft jederzeit ändern kann. Wer bessere Qualität UND mehr Geld bietet, der wird im Wettbewerb die Nase vorn haben. Das haben Elmar Oberhauser und sein Unternehmen eben verabsäumt. Dass man jetzt kurzsichtige Leute wie Kartnig benutzt, um den Konkurrenten schlecht zu reden anstatt selbst an Qualität zuzulegen, das zeugt wahrlich nicht von Klasse.