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Abwechslung erwünscht

Von Christoph Rella

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Was haben die Nationen Spanien, Deutschland, Italien, Portugal, Griechenland, Niederlande oder die Türkei gemeinsam? Antwort: Sie alle haben seit 2002 bei den EM- und WM-Turnieren entweder den Titel gewonnen oder sind zumindest unter den besten drei Teams Europas beziehungsweise der Welt vorgerückt. Blickt man aber nun auf die Ergebnisse und Tabellen der derzeit laufenden Qualifikation für die EM 2016 in Frankreich, so muss man zu der Erkenntnis kommen: Auch Fußball-Supernationen kochen nur mit Wasser. Denen sind die Niederlagen gegen kleine Länder wie Polen (0:2 - Deutschland), die Slowakei (1:2 - Spanien), Island (0:3 - Türkei) oder Tschechien (1:2 - Niederlande) naturgemäß peinlich. Auch dass die Finalisten der EM 2004, Griechenland und Portugal, ihre Auftaktspiele gegen Rumänien und Albanien prompt verloren haben, hat überrascht. Einzig Italien hat sich von der Negativspirale nicht anstecken lassen und führt in der Gruppe H gemeinsam mit Kroatien die Tabellenspitze an. Ansonsten dominieren überraschenderweise schwächere Nationen wie Wales, Island, Nordirland, Polen, die Slowakei, Dänemark oder auch Österreich. Und das ist gut so. Angesichts der ewigen Dominanz der Großen, die sich bisher die Trophäen aufzuteilen pflegten, sorgt der Erfolg der Underdogs endlich wieder für Spannung in der EM-Qualifikation. Dass sich das noch ändern kann, ist klar, aber eine Abwechslung wäre es doch. Oder hat irgendjemand bei der vergangenen WM Spanien vermisst?