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Adieu BZÖ-Vespas

Von Katharina Schmidt

Politik

Hoffen auf Nationalratswahlen. | Kein Überlaufen zur FP geplant. | Wien. "Wenn wir im Sommer nicht noch Umfragewerte von drei bis vier Prozent gehabt hätten, dann hätten wir uns sicher nicht getraut, zur Wahl anzutreten", erklärt Ex-BZÖ-Gemeinderätin Heike Trammer gegenüber der "Wiener Zeitung". Unter anderem macht sie die verschwommene Abgrenzung zur FP für die Wahlschlappe des BZÖ am 23. Oktober - das Bündnis konnte lediglich 1,15 Prozent der Stimmen erlangen - verantwortlich.


Außerdem habe die Steiermark-Wahl eine starke "Sogwirkung nach unten" gehabt, "definitiv geschadet hat uns auch die lange Diskussion um den Spitzenkandidaten und die späte Absage Peter Westenthalers", glaubt Trammer.

Selbst durch tatkräftige Unterstützung der orangen Regierungsmitglieder und des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider "konnte man das Ruder nicht mehr herumreißen", meint sie.

Sparen, wos geht

Bis 18. November muss das BZÖ die Büros im Rathaus räumen - die Parteizentrale in der Kärntnerstraße bleibt den Orangen aber erhalten. "Man wird mit sehr kleinen Strukturen auskommen", meint Trammer.

Die kommenden fünf Jahre bis zur nächsten Wien-Wahl könne man ja für die Suche nach Sponsoren nützen. Weniger optimistisch zeigt sich der Wiener BZÖ-Obmann Günther Barnet: "Wir haben vor der Wahl kaum Förderungen bekommen, jetzt bekommen wir halt gar nichts", meint er resigniert. Nicht einmal die Vespas, die bei Einzug in den Gemeinderat verlost werden sollten, kann das Bündnis zu Geld machen. "Die Fahrzeuge waren nur angemietet", erklärt Barnet.

Unsichere Zukunft

Noch in dieser Woche soll die Zukunft des BZÖ auf einer Vorstands-Besprechung geklärt werden. Trammer ist sicher, dass es "jetzt volle Fahrt voraus in Richtung Nationalratswahl" geht.

Natürlich werde man auch weiterhin auf das Thema "Heimat" setzen, allerdings ohne "Minimal-Botschaften", meint die Bündnispolitikerin in Richtung ihres ehemaligen FP-Parteikollegen Heinz-Christian Strache. Dieser werde vielmehr "an seiner geistigen Magersucht verhungern", meint Trammer.