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Aktiv die Freizeit gestalten: Kunst, Religion, Sport . . .

Von Stefan Beig

Wissen

Von Uni-Chor bis Fernost-Kampfsport. | Selbst intensivste Universitätsstudien lassen den Studenten noch genügend Freiraum für andere Beschäftigungen. Zahlreiche universitäre Freizeitangebote beweisen, dass die Uni nicht nur zum Studieren da ist. In jüngerer Zeit verzeichneten gerade Universitätschöre und -orchester, Studententheater und religiöse Veranstaltungen regen Zulauf.


Chöre und Orchester

Der Chor der Uni Wien beispielsweise wurde 1994 vom jetzigen Leiter Vijay Upadhyaya gegründet und konnte neben vielen Konzerten bereits einige CD-Aufnahmen realisieren. Auch Tourneen, welche die Sänger schon bis nach Chile und Südafrika führten, waren stets ein Erfolg. Momentan besteht der Uni-Chor aus fünf Chorgruppen, in denen insgesamt rund 400 Studenten singen.

Auch andere Ensembles verwirklichen immer wieder ehrgeizige Projekte. Der Chor der Wirtschaftsuniversität (WU) etwa beginnt in diesem Wintersemester gemeinsam mit dem Orchester der Technischen Universität (TU) für eine Aufführung des Mozart-Requiems zu proben. Sangeskreise gibt es aber auch an der Universität für Bodenkultur (Boku), der Veterinärmedizinischen Universität (VUW) oder in der katholischen Hochschulgemeinde.

Musikalisch Versierte sollten auf jeden Fall bei einem Chor oder Orchester vorbeischauen. Alle Ensembles sind an Nachwuchs interessiert. Meistens fehlt es besonders an Tenören.

Theaterplattform

Auch für schauspielerisch Veranlagte gibt es ein attraktives Angebot. 1999 wurde die Plattform "Stuthe" (Studiedernde.Theater) gegründet, die Studenten beim Umsetzen von Theater- und Filmprojekten unterstützt. Etliche angehende Akademiker konnten sich seither als Schauspieler, Regisseure, Autoren oder in anderen Funktionen verwirklichen. Für jedes Projekt sucht die Plattform mittels Newslettern nach Mitwirkenden. Es gab bereits Gastspiele im Dschungel Wien, dem "dietheater Künstlerhaus" oder dem "Kabelwerk". Wer mit der Gruppe ins Gespräch kommen will oder Ideen für ein neues Projekt hat, kann die "Stuthe"-Mitglieder jeden Mittwoch um 20 Uhr im WUK-Beisl (9., Währingerstraße 59) treffen.

Stuthe-Studierende.Theater 9., Schwarzspanierstraße 12/3 www.stuthe.com

Spirituelles

Geistiges und geistliches Programm gibt es im Ökumenischen Raum der Wirtschaftsuni. Dort findet einmal wöchentlich ein Diskussionsabend zwischen Evangelischer (EHG) und Katholischer Hochschulgemeinde (KHG) statt. Auch sonst gibt es hier Veranstaltungen zu heißen Themen wie Mystik, Berufung - oder auch Terrorismus.

Ein erstaunlich umfangreiches Programm bieten die KHG I und II, wo sich eine dynamische, katholische Jugendkultur etabliert hat. Neben "Kulturevents" und Ausflügen werden Vorträge zu Glaubensfragen angeboten. Wer auf Sinnsuche ist oder ganz einfach den christlichen Glauben aus erster Hand kennen lernen will, wird hier fündig. Die KHG I in der Ebendorferstraße (1. Bezirk) organisiert seit fünf Jahren zweijährige Studienprogramme über Theologie und Philosophie ( www.univie.ac.at/khg/duc-in-altum ). Viele christliche Gemeinschaften wie die in Italien gegründete Bewegung "Gemeinschaft und Befreiung" ( www.gemeinschaftundbefreiung.at ) laden in der Ebendorferstraße zu Seminaren über den christlichen Glauben ein. Auch das katholische Jugendmagazin "You" ( www.youmagazin.com ) ist hier beheimatet.

Die KHG II hinter der Karlskirche wird von einem Priester des Opus Dei betreut. Spirituelles, wissenschaftliche Vorträge, Sozialprojekte und Vorstellungen einer erfolgreichen Theatergruppe stehen dort auf dem Programm.

Ökumenischer Raum an der WU (zwischen WU und Biozentrum) www.wu-wien.ac.at/service/studenten/campusinfos/einrichtungen/oekum

Evangelische Hochschulgemeinde: (18., Martinstraße 25/15) www.ehg-online.at

KHG I (1., Ebendorferstraße 8) www.khg.or.at

KHG II (4., Kreuzherrengasse 1) http://www.khg2.net

Sportangebote

Allen Sportbegeisterten bietet das Sportinstitut der Uni Wien ( www.univie.ac.at/usi-wien ) eine riesige Auswahl. Das Angebot reicht von Fußball und Wassersport bis zu fernöstlichen Kampfkünsten und Fitness. Studenten, die nach dem 1. Jänner 1979 geboren sind, zahlen einen eigenen, wesentlich günstigeren Studentenpreis.