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"Aktive Aging" in Alpbach

Von Alexandra Grass

Politik

Die Gesundheitsgespräche sind heuer zum ersten Mal ein eigener Teil des Europäischen Forum Alpbach. Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft werden sich am 24. und 25. August mit dem Thema "Altern - Active Aging" beschäftigen.


Seit 1995 waren die Gesundheitsgespräche als Parallelaktion zum Europäischen Forum Alpbach gelaufen. Heuer wurden diese erstmals mit dem Ziel eingebunden, sie zu einem hochrangigen Ereignis europäischen Zuschnitts zu machen und dabei wichtige, gesellschaftlich und politisch aktuelle Fragestellungen im Gesundheitsbereich zu behandeln, wie Richard Kruspel, Generalsekretär des Forums bei der Präsentation des Programms ausführte.

Der Innsbrucker Alternsforscher Georg Wick, seit Anfang März auch Präsident des Wissenschaftsfonds FWF, sieht das Altern als "wichtigstes persönliches, medizinisches und sozioökonomisches Problem, das wir haben". Viele Menschen gehen in gesundem körperlichen und geistigen Zustand in Pension, wobei "große intellektuelle Kapazitäten" für den Arbeitsmarkt verloren gingen, plädierte der Mediziner für ein längeres Arbeiten.

Menschen "in einem sinnvollen Beruf bleiben fitter", zeigte sich Kruspel überzeugt. Eine Reihe von Altersproblemen würden daraus resultieren, "dass die Leute nicht mehr nützlich sind".

Bei den Gesprächen, die von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat eröffnet werden, wird die alternde Gesellschaft als Problem und Herausforderung für alle europäischen Industrieländer beleuchtet. Überdies wird Fritz Muliar den Aspekt "Kunst und Altern" aufzeigen.

Gespräche zur Umstrukturierung hatte der Präsident des Forum Alpbach, Erhard Busek, schon länger geführt. Nun gibt es einen neuen Programmbeirat und auch eine neue Finanzbasis. Die in Österreich vertretenen Pharmaunternehmen Aventis, Baxter, Novartis und Roche leisten gemeinsam mit der Pharmig einen Sponsorbeitrag von 70.000 Euro.