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Alaska nützt Spekulanten als Ölpreistreiber

Von Karl Leban

Analysen

Vor einem Jahr war es noch der Hurrikan Katrina - jetzt ist es eine verrostete Pipeline in Alaska, die die Ölpreise in immer lichtere Höhen führt.


Irgend etwas ist in der jüngeren Vergangenheit für die Märkte wohl stets der Grund, um Öl als knappes und teures Gut erscheinen zu lassen.

Das zeigt sich gerade an der Nervosität, mit denen Meldungen wie eben die aus dem Norden Alaskas aufgenommen werden. Befürchtet werden in solchen Fällen stets akute Versorgungsengpässe, die einen noch höheren Ölpreis rechtfertigen.

Dabei sind diese Ängste weit gehend unbegründet. Denn nach wie vor ist, wie von Experten geradezu gebetsmühlenartig versichert wird, genug Öl für die allgemeine Versorgung da.

Offensichtlich aber setzen einige wenige Spekulanten, in der Regel die viel zitierten Hedge-Fonds, offenbar nur darauf, dass wieder irgend etwas - Wirbelstürme, Raketenangriffe und vieles mehr - passiert, das die Preise für das "Schwarze Gold" nach oben katapultiert. Man könnte meinen, dass hier gezielt mit der Hysterie der Märkte auf Kosten der Verbraucher gespielt wird.

Das funktioniert allerdings nur, so lange die Herde in die selbe Richtung läuft. Sobald sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Öl in ausreichenden Mengen vorhanden ist, oder sich die Konjunktur verlangsamt und weniger Öl gebraucht wird, könnte es bei den Preisen wieder eine Kehrtwende nach unten geben.