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Albrights Nahostmission erwies sich als Fehlschlag

Von Mosche Meisels

Politik

Tel Aviv - US-Außenministerin Madeleine Albright ist es nicht gelungen, die Zustimmung von Israelis und Palästinensern zu einer Gipfelkonferenz mit US-Präsident Bill Clinton in der ersten Juli-Woche in Camp David zu bekommen.


Sowohl Ehud Barak als auch Yasser Arafat sind der Auffassung, dass das bisherige Verhandlungsergebnis keine Grundlage für einen Gipfel-Erfolg bilden kann. Anfang kommender Woche sollen sich ranghohe israelische und palästinensische Delegationen zur Fortsetzung der Gespräche unter aktiver Einschaltung der USA nach Washington begeben. Der Dreier-Gipfel mit Clinton könnte dann für die letzte Juli-Woche angesetzt werden. Barak hat Albright versichert, dass Israel Arafat substanzielle Konzessionen für ein Rahmenabkommen angeboten habe, darunter die prinzipielle Bereitschaft, im Rahmen einer permanenten Lösung 85 Prozent der Fläche des Westjordanlandes zu räumen.

Arafat erklärte, er sei fest entschlossen, die Souveränität des palästinensischen Staates mit Ostjerusalem als Hauptstadt im September mit oder ohne Zustimmung Israels auszurufen. Barak betonte gegenüber Albright, so ein Schritt der Palästinenser würde das Ende aller Verhandlungen bedeuten.