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Allianz erzielte 2002 EGT-Plus

Von Christina Mondolfo

Wirtschaft

Das Hochwasser des vergangenen Jahres hat zwar Spuren in der Bilanz der österreichischen Allianz-Gruppe hinterlassen, doch laut Vorstandsvorsitzendem Wolfram Littich zeigt sich antizyklisch zur Branche bereits ein Gesundungsprozess.


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Man habe das Kerngeschäft konstant auf Wirtschaftlichkeit getrimmt. Der Erfolg zeige sich in der Combined Ratio: Musste die Allianz im Jahr 2000 noch 118 Euro für Leistungen und Verwaltungskosten pro 100 Euro eingenommener Prämie aufwenden, so waren es 2002 nur noch 104 Euro - und das trotz des Hochwassers, von dem die Allianz ganz besonders betroffen gewesen wäre, betonte Littich gestern vor Journalisten. Verbessern will Littich die Eigenkapitalrentabilität: Der Return on Equity (RoE) soll heuer bei 10% liegen, in den beiden nächsten Jahren sollen es 15% werden.

Das Prämienvolumen stieg um 2,3% auf 1,15 Mrd. Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) kletterte um 58,2% auf 43,7 Mill. Euro. In der Schaden- und Unfallversicherung lagen die Prämieneinnahmen mit 823,2 Mill. Euro um 0,4% über dem Wert von 2001, die Lebensversicherung erzielte eine Prämiensteigerung um 7,5% auf 295,2 Mill. Euro. Insgesamt rückläufig waren die Aufwendungen für Versicherungsfälle, und zwar um 0,7% auf 1,02 Mrd. Euro. An eine Anhebung der Kfz-Haftpflichtprämien denke man derzeit nicht.

Die Allianz werde heuer 600 MitarbeiterInnen für den Außendienst aufnehmen, mindestens 50% sollen weiblich sein, sagte Littich.