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Alois Hotschnig

Von Hans Haider

Reflexionen

Alois Hotschnig, Schriftsteller und Erich Fried-Preisträger des Jahres 2008, erklärt, warum er lieber Erzählungen schreibt als Romane und denkt über seine literarischen Vorbilder nach


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Wiener Zeitung: "Wie derzeit kein anderer deutschsprachiger Schriftsteller" behaupten und entwickeln Sie die "zu Unrecht allgemein vernachlässigte" literarische Gattung Erzählung. Mit diesem Superlativ wurde die Verleihung des Erich Fried-Preises an Sie begründet. Sie haben mit zwei viel beachteten Erzählungen debütiert, mit "Aus" und "Eine Art Glück". Dann folgten die Romane "Leonardos Hände" und "Ludwigs Zimmer". Ihr neuestes Buch, "Die Kinder beruhigte das nicht", enthält neun Erzählungen. Sammelbände sind selten eines Verlegers Freude. Allein deshalb ist dieses Buch auf dem Markt eine kleine Sensation. Warum schreiben Sie Erzählungen?Alois Hotschnig: Die Entscheidung, von der Romanlänge in die Erzählung zu gehen, war eine sehr bewusste. In der kürzeren Form war und ist es mir eher möglich, neue Facetten meines Schreibens auszuprobieren. Vieles davon hätte ich in Romanform nicht gewagt, und so fordert mich die kurze Form ungleich mehr heraus, mich auf Neues einzulassen.

Diese Facetten stellen sich dem Leser als Virtuosenstücke dar, doch erschrecken sie auch mit der Darstellung von Einsamkeit und Ängsten, zum Beispiel vor dem totalen Ich-Verlust. Auf nur sieben Buchseiten ereignet sich eine bestürzende Parabel: an der Wohnungstür eines Mannes ändern sich ohne sein Zutun immer schneller die Namen.

In den Erzählungen, an denen ich gerade arbeite, sieht das schon wieder ganz anders aus. Nachdem ich zweimal mit Roman-Schiffen auf das Meer hinausgefahren war, habe ich gemerkt, dass für die Erkundungen, die ich gegenwärtig machen möchte, kleine Jollen, die wendig und flink sind, viel besser geeignet sind. Die großen Roman-Träger sind dagegen behäbig und langsam, dadurch auch verwundbar und leicht durch mich selbst zu versenken. Da ist es besser, ich habe eine Flotte von kleinen Segelschiffen, mit denen es mir viel leichter möglich ist, das zu Erzählende auszukundschaften und zu bereisen.

Wann und warum diese nautische Kehrtwende?

Nach meinem zweiten Roman war ich in einer für mich lebensentscheidenden Situation, in der ich seither mit jedem Schreibtag wieder neu stecke: Ich wollte nicht mehr so weiterschreiben, wie ich es bis dahin getan hatte, denn von Buch zu Buch und mit jedem Text soll und muss etwas Neues und anderes dazukommen zu dem, wie man "die Welt" bis dahin gesehen oder erlebt und eben dargestellt hat. Jede Routine macht unaufmerksam. Dazu wollte ich es nicht kommen lassen, und so habe ich das Genre gewechselt und mich noch einmal neu erfunden oder doch immerhin neu zu erfinden versucht. Ich schreibe jetzt in der kleinen Form, aber in dieser kleinen Form mit großen Möglichkeiten: Ich werfe nicht einen Stein, sondern neun Erzähl-Kiesel ins Wasser. Und deren Wellen interferieren und verstärken oder schwächen einander ab, je nachdem. Und ergeben in Summe, wenn es gut geht, eben doch eine Art Roman.

Ihr reales Leben hat Sie aus einem Dorf im Kärntner Drautal nach Innsbruck geführt, wo Sie Medizin studiert, aber nicht promoviert haben.

Als 1989 mein erstes Buch herauskam, habe ich alle bisherigen beruflichen Überlegungen und Vorbereitungen, die außerhalb des Schreibens lagen, abgebrochen, denn ich wusste, ich war dort angekommen, wo ich immer hinwollte. Auch aus diesem Grund trägt diese Erzählung den Titel "Aus". In meinem Leben gab und gibt es viele Umwege, auch und besonders in beruflicher Hinsicht. Und wenn die sich gelegentlich auch wie Irrwege angefühlt haben, waren sie in Wahrheit doch eben nicht Umwege, sondern die Direttissima zur Literatur, ohne die ich nichts von dem, was ich geschrieben habe, hätte schreiben können.

Wäre das ein permanenter Lernprozess mit ungewissem Ziel?

Ich muss bei mir selbst in die Schreibschule gehen, in die Sehschule, in die Hörschule, täglich, und ins Labor, um dort Textmöglichkeiten zusammenzumischen und zur Reaktion zu bringen, und zu sehen, was dabei herauskommt. Seit einigen Jahren mache ich das anhand von Erzählungen. Und die Reaktion oder eben der Erkenntniswert, der sich dabei ergibt, ist nicht kleiner, weil es eine Erzählung ist, durch die diese Reaktion stattfindet. An einem Roman arbeite ich vier oder fünf Jahre, und den bringt man eben nicht leichtfertig zur Detonation. In einer Erzählung hingegen wage ich von vornherein alles.

Wir sind nun tief in die Metaphorik abgedriftet. Sie ist Ihr täglich Brot. Ihr jüngster Erzählband ist voll von Metaphern für die Schwierigkeiten, sich selber zu erleben. Die Literaturkritik sagt Ihnen unisono nach, dass Sie jedes unnötige Wort zu vermeiden wissen. Doch letztlich ist es doch die Sprache, die man, wenn schon nicht zum Wuchern, so doch zum Blühen bringen muss.

Die Reduktion der Texte ist nie ein Selbstzweck. Ich möchte eine Geschichte auf das Lebensnotwendige beschränken, und sie dadurch für den Leser fruchtbar machen und ihm ein Lebensbiotop anbieten, in das er all seine Erfahrungen mitbringen kann. Was er auf meine Textinsel mitnehmen möchte, soll er in den Zwischenzeilen mit einbringen und einarbeiten können. Und wenn es gut geht, wächst darin auch ein Teil seiner eigenen Geschichte noch einmal neu.

Das wäre doppeltes Spiel mit dem Leser. Einerseits führen Sie ihn hinaus aus seiner Realität, anderseits findet er sich draußen wieder. Ihr Wunsch zur Verknappung könnte sich in der Lyrik noch deutlicher erfüllen. Haben Sie Gedichte geschrieben?

Mein erstes Gedicht ist 1982 in der "Presse" abgedruckt worden. Die ersten fünf, sechs Jahre, in denen ich konsequent geschrieben habe, habe ich Gedichte geschrieben. Dann habe ich damit aufgehört, weil ich erkennen musste, dass die Inhalte meiner Texte auch bei anderen zu finden waren, dass aber meine eigene Stimme darin nicht zu hören war.

Diese Krise muss Sie Mitte der achtziger Jahre getroffen haben, da waren Sie Mitte zwanzig. 1989 kam Ihre erste Erzählung heraus, und bald danach gewannen Sie die ersten Preise.

Ich hatte mit dem Schreiben ganz aufgehört, denn ich konnte mir nicht vorstellen, jemals einen Text zuwege zu bringen, der länger als eine Seite ist, so sehr war ich im Lyrischen und Immer-noch-Kürzer-Werden verhaftet. Für mich war mit einem Zweizeiler alles gesagt, was bei meinen damaligen Fähigkeiten mit einem Zweizeiler allerdings nicht zu sagen war. Das war nicht der richtige Weg. Aber der richtige Umweg war es doch.

Darf man sich diese Kürzestgedichte als poetische Wunderblüten wie die japanischen Haikus vorstellen - oder als lebenskluge Sentenzen in der Art von Erich Fried?

Es war eine Mischung aus vielem. Sehr stark war sicher der Einfluss von Ingeborg Bachmann, von Paul Celan und auch von Ernst Jandl, obwohl man das meiner Lyrik nicht anmerkte. Es war vieles - und doch schon ich selber, auch sprachlich. Aber die eigene Stimme war mir doch zu wenig als Klangkörper hörbar. Das ist auch kaum möglich, wenn du nur einen Satz hast, und nicht die Fähigkeit, diesen Satz in allen möglichen Klangschattierungen klingen zu lassen. Jetzt und in der Prosa genieße ich das Spielen mit vielen Tönen. In den Erzählungen, an denen ich gerade schreibe, wird fast zur Gänze dialogisch gesprochen, und die Sätze klingen und springen in allen möglichen und unmöglichen Tonlagen hin und her und aufeinander zu und voreinander davon. Und immer wieder denke ich während des Schreibens daran, dass meine Lust an dieser Lebendigkeit eine Antwort auf die sprachliche Kargheit dieser ersten Jahre sein könnte. Was ich mir dabei wünsche, ist, dass der Leser zuhört und mitmacht und sich zu mir ans Erzähl-Klavier setzt und irgendwann während des Lesens selbst in die Tasten zu greifen und mitzuspielen beginnt, auch, um mir vielleicht zu sagen: Bei mir klingt das anders! So wie Sie es gesagt haben: Ich hole den Leser weg aus der Wirklichkeit, aber er holt sich wieder ein durch seine eigenen Besonderheiten, die er in meinem Text als die seinen erkennen kann.

Wie würden Sie sich einen idealen Literaturunterricht in den Schulen vorstellen?

Ich mache schon Jahrzehnte lang Lesungen in Schulen und bin dankbar für die Erfahrungen, die ich dort machen kann. Eines meiner Ziele ist es dabei immer, jede Hürde, jede Angst abzubauen, einen Text vielleicht nicht "richtig" verstehen zu können oder verstanden zu haben. Gerade in der Schule ist die Befangenheit in diesem Bereich immer noch groß, und diese Unsicherheit verhindert leider nur allzu oft das Sich-einlassen-Können auf die Möglichkeiten, die Literatur eben anzubieten hätte, und die darin bestehen, eben nicht Aufgaben lösen zu müssen wie Rätsel, sondern der Fliege den Weg aus dem Fliegenglas weisen zu können. Und sich auf Fragen einzulassen, ohne eine Antwort oder die eine Antwort angeboten bekommen zu wollen, die es in Wahrheit ja nicht gibt, sondern sich den Unsicherheiten des Fragens auszuliefern, vielleicht mit dem Ergebnis, den Anderen und damit sich selbst ein Stück weit auf die Spur zu kommen.

In Österreich werden gesetzliche Bildungsstandards vorbereitet - in Mathematik, Englisch und auch in Deutsch. Welche Werke der Literatur sollte man in der vierten Klasse Hauptschule und AHS kennen?

Ich bin wach geworden während einer Schularbeit in der fünften Klasse Gymnasium in Lienz in Osttirol. Am Ende der Stunde habe ich das Heft abgegeben, ohne auch nur eine einzige Zeile geschrieben zu haben, weil mir der Satz, der als Thema gestellt wurde, die Kraft genommen hat, darauf zu antworten. Es war der Satz "Es ist so bequem, unmündig zu sein", aus Kants Schrift "Was ist Aufklärung?"

Es mag übertrieben klingen - aber durch diesen Satz hat sich mein Leben geändert. Er war das sich Öffnen einer Tür aus meiner eigenen Jugendsituation heraus - heraus auch aus einem Duckmäusertum und dem Sich´s-Richten innerhalb der autoritären Umgebung, in der ich aufgewachsen bin. Ich war damals schon dabei, mich wie eine Lärche am schrägen Hang zu verdrehen, und habe schon die ersten Verknorrungen an mir wahrnehmen können. Im ersten Moment löste der Satz "Es ist so bequem, unmündig zu sein" eine Empörung in mir aus, mit der ich nicht umgehen konnte, und die mich direkt in die Bücher geführt hat, die ich seither nie wieder zugemacht habe.

Ein erster Schritt zur Revolte?

Ein erster Schritt zu mir selbst. Und ein Schritt, hinter den man nicht mehr zurück kann. Durch diesen Satz wurde ich als Leser geboren. Mein Lehrer hat mir gesagt, wo dieser Satz zu finden ist, und von da an war ich nicht mehr am Fußballplatz, sondern in den Büchern zu finden. Das nächste Erlebnis war Wolfgang Borchert mit seiner Trümmerliteratur. In seiner Sprache habe ich mich wiedergefunden, in seinen Lesebuchgeschichten und Kurzgeschichten, die ich immer noch liebe wie bei der ersten Begegnung.

Sie wurden heuer mit dem Erich Fried-Preis ausgezeichnet. Nach dem Muster des Kleist-Preises der zwanziger Jahre wird er durch einen einzigen Juror vergeben. Die Berlinerin Katja Lange-Müller hat Sie gekürt. Eine Verwandtschaft mit dem vor zwanzig Jahren verstorbenen Dichter ist nicht leicht zu entdecken, sofern man in Erich Frieds immensem lyrischen Schaffen nur die politisch-agitatorischen Gelegenheitsgedichte wahrnimmt und den Shakespeare-Übersetzer sowie seinen Nachkriegsroman "Der Soldat und das Mädchen" wegblendet.

Bei Fried denke ich oft, und besonders im Zusammenhang mit seiner politischen und eben politisierenden Dimension, an mein Wachgerütteltwerden durch den zitierten Satz von Kant. Ich war ein in mich hineinschimpfender Vierzehnjähriger. Und jetzt kam einer und sagte mir, dass ich selbst maßgeblich Anteil an meiner Lage haben sollte. Das war schon nicht nichts. Und meine Auseinandersetzung mit den Texten von Fried war für mich damals eine ähnliche Denkschule, in der ich wie im Spiel begreifen konnte, dass seine Meinung zu sagen und zu ihr zu stehen nicht immer nur streiten bedeuten musste, wie man es mir bis dahin immerhin schon erfolgreich eingeredet hatte. Frieds Texte machten mich auf gesellschaftliche Bedingungen aufmerksam, die ich bis dahin nicht gesehen hatte, ohne dass er mir dabei seine Sicht auf die Dinge aufgedrängt hätte. Und darin fühle ich mich ihm auch heute noch verwandt.

Josef Winkler zitiert in seinem neuesten Buch aus Ihrem Roman "Ludwigs Zimmer": "In jeder in mich gesetzten Erwartung steht mir diese Bedrohung entgegen, das schaffst du nicht, nie, und immer bin ich dabei an einem Ort meiner Kindheit, ich stehe allein und nur mit diesem Gefühl der Beklemmung, es ist, als müsse ich auf jemanden warten, der nachkommt, und es kommt jemand nach, gewiss sind es die Eltern, ich bin ihnen vorangegangen, immer schon bin ich ihnen vorausgelaufen, seit jeher, so war ich auf Zeit mit mir allein und für die eigene Beobachtung frei."

Der Katholizismus und das katholische Schweigen, wie es Winkler erfahren hat, war auch das Schweigen, das ich erlebt habe. Wir hatten ja nur einige Dörfer zwischen uns, in einer Gegend, "wo ein Selbstmord vom anderen nur einen Steinwurf entfernt ist". Aber in meinem Fall war es ein Pfarrer, der dieses Schweigen gebrochen hat, indem er mir jedes Jahr eine Bananenschachtel voller Bücher gebracht hat, um sie im nächsten Jahr wieder abzuholen und durch eine neue Lieferung zu ersetzen. Dieser Pfarrer war es, der mich auf dieser ersten Lesewegstrecke mit frischem Proviant versorgt hat.

Schreiben Sie Interventionen zur aktuellen Politik?

Äußerst selten. In Innsbruck gab es einen Streit um das Haus Herrengasse 1, wo die Gestapo untergebracht war. Dort sollte eine Erinnerungstafel angebracht werden. Van Staa als Innsbrucker Bürgermeister war dafür, der Landeshauptmann Wendelin Weingartner dagegen - er bezweifelte das historische Faktum, obwohl sogar der Tiroler Bischof Stecher öffentlich gesagt hat, er habe seinen inhaftierten Bruder besucht, den die Gestapo dort geschlagen hat. Dazu habe ich einen Text geschrieben.

Zu ähnlichen Begebenheiten äußerte ich mich über die Jahre hinweg immer wieder einmal, zuletzt anlässlich der Verleihung des Fried-Preises, wo ich in meiner Dankesrede auf die Umstände um die sogenannte Sonderanstalt für vermutlich straffällig gewordene Asylwerber auf der Saualm in Kärnten hingewiesen habe, auf eine Vorgangsweise, die einen ob ihrer herrischen Unverfrorenheit und Würdelosigkeit nur den Kopf schütteln macht.

Fühlen Sie sich in Innsbruck einsam? Reichen die Universitätsszene, das Landestheater - Sie haben ja auch Theaterstücke geschrieben - und die kleine Literaturszene um das "Brenner"-Archiv aus als eine intellektuelle Heimatkulisse?

Warum sollte ich mich in Innsbruck einsam fühlen, oder einsamer als anderswo? Ich denke, das ist kein Kriterium des Ortes. Aus einem kleinen Ort kommend, werde ich das, was meine Möglichkeiten und Unmöglichkeiten ausmacht oder doch immerhin auszumachen scheint, nicht von diesem Ort abhängig sein lassen, sondern von mir selbst. Und diesen Ort, mich, gibt es überall.

Zur Person

Alois Hotschnig wurde 1959 in Berg im Drautal geboren. Nach dem Studium der Medizin, Germanistik und Anglistik in Innsbruck hat er sich 1989 für die Existenz als freiberuflicher Schriftsteller entschieden und ist dieser Wahl bis heute treu geblieben. Hotschnig hat sich einen Namen als Erzähler, Romancier, Hörspielautor und Dramatiker gemacht. 1989 erschien sein Erstlingswerk, die Erzählung "Aus", 1990 folgte eine weitere Erzählung unter dem Titel "Eine Art Glück". 1992 veröffentlichte er seinen ersten Roman, "Leonardos Hände", und 2000 erschien Hotschnigs zweiter Roman, "Ludwigs Zimmer". Das bisher letzte Buch des Autors versammelt eine Reihe von Erzählungen unter dem Titel "Die Kinder beruhigte das nicht". Wenngleich der Schwerpunkt von Hotschnigs Arbeit eindeutig auf der Prosa liegt, hat er doch auch das Drama "Absolution" (1994) und das Hörspiel "Augenschnitt" (1991) verfasst.

Vor kurzem erhielt Alois Hotschnig den Erich Fried-Preis 2008. Dieser mit 14.600 Euro dotierte Preis wird auf Vorschlag einer jährlich wechselnden, autonom entscheidenden Jurorin oder eines Jurors vergeben - heuer war dies die Schriftstellerin Katja Lange-Müller. Der Preis, vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur gestiftet, wird von der Erich Fried-Gesellschaft für Literatur und Sprache vergeben.

Auch in früheren Jahren bekam Alois Hotschnig schon eine Reihe von Preisen, so 1989 den Förderungspreis des Landes Kärnten für Literatur, 1992 den Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb, 1992 den Anna Seghers-Preis der Akademie der Künste Berlin, 2002 den Italo Svevo-Preis, ein Jahr später den "Österreichischen Förderungspreis für Literatur" und 2004 den Leopold Figl-Preis.

Hans Haider, geboren 1946, lebt als Kulturjournalist und Publizist in Wien. Theaterkritiker und Kolumnist der "Wiener Zeitung".