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Als TV-Gegengift . . .

Von Reinhold Aumaier

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. . . zu den Feiertagen 2000/01 empfiehlt Ihr Horchposten folgende fünf Kostbarkeiten auf CD: Selbstverständlich die "natürlichen Feinde" der Weihnachtslieder in diesen Tagen - die 27 Nr.-1-Hits der Beatles. Auch in ihrem Fall heißt "digital remastered" das Zauberwort.

Ein zauberhafter (Märchen-)Erzähler ist Peter Ustinov. Zu Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung" hat er einen Text verfasst, der im Verein mit der beliebten Musik einen tiefen Einblick in das weite Land der russischen Seele gewährt. Das Radio-Sinfonieorchester Krakau unter K. A. Rickenbacher steuert den musikalischen Part in Form der Orchestrierung von Sergej Gortschakow bei.

Als Kontrast zur berührenden Stimme eines alten Mannes die einer jungen Frau. Tief unter die Haut geht die Art und Weise, in der Patricia Barber einige große Songs aus dem Standard-Repertoire singt und (Klavier) spielt. Von "Bye Bye Blackbird" bis "Autumn Leaves" - mit derartiger Coolness und feinfühliger Genauigkeit den Herzton zu treffen ist eine Kunst, der man erst durch oftmaliges Hören näherkommen kann. Patricia Barber: "Nightclub".

Nach solch klassisch ausgewogen serviertem Jazz mitten hinein ins barocke (Opern-)Leben. Fast 300 Jahre jung ist "Croesus", die geniale Opernschöpfung des einst hoch berühmten und bis vor kurzem fast vergessen gewesenen Reinhard Keiser. René Jacobs dirigiert die Akademie für Alte Musik Berlin; um die grandiose Dorothea Röschmann singt ein Ensemble de luxe.

Der vielleicht heißeste Tipp für lange, kalte Winterabende. Und noch ein klingendes Zuckerl draufgesetzt. Bei DECCA Legends ist heuer die einzigartige Version von Mahlers "Lied von der Erde" aus dem Jahr 1952 mit Kathleen Ferrier und Julius Patzak neu aufgelegt worden.