Zum Hauptinhalt springen

Am Anfang die Angst, am Ende die Matura

Von Simon Rosner

Politik

Pionierklasse für Zentralmatura in Kärnten begehrt Jahr der Entscheidung.


Wien. Das Ende ist nahe. Was schlimm klingt, ist für Schülerinnen und Schüler in der Regel ein Grund der Vorfreude, bei den Achtklässlern des Stiftsgymnasiums St. Paul im Lavanttal wird der besondere Tag noch ein bisschen besonderer. Die Schule ist eine von österreichweit zwei, die im kommenden Jahr die neue Zentralmatura testen werden. "Wir haben Angst gehabt", erzählt die Schülerin Bettina Koitz.

Nicht nur, dass eine sogenannte "vorwissenschaftliche Arbeit", eine Art Seminararbeit light, gefordert wird. Zudem kommen bei der Matura die Fragen künftig nicht mehr vom jeweiligen Lehrer, sondern vom Bildungsinstitut für Bildungsforschung (Bifie).

Koitz hat vor drei Jahren erfahren, dass ihrer Klasse die Ehre zufallen wird, die Zentralmatura zu testen. Die Angst ist seither gewichen, wie sie versichert. Schuldirektor Pater Thomas Petutschnig sagt: "Für die Schüler ist ja jede Matura neu, daher ist es für sie nebensächlich, ob es nun die neue oder alte ist."

Bei der mündlichen Matura müssen die Lehrer künftig einen Pool mit bis zu 24 Themen anlegen, die Schüler ziehen dann eine Frage. Das soll Fairness garantieren, erschwert allerdings auch helfende Eingriffe der Lehrer bei allzu aufgeregten Schülern, bei denen die Fragen dann ein bisschen leichter als geplant ausfielen.