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Amateurliga-Ankick

Von Gerald Schmickl

Kommentare

Gestehen wir den Machern der neuen Fußballshow "Volltreffer" - Mittwoch in ATV-plus erstmals auf Sendung - zu, dass sie nur wenige Wochen zur Vorbereitung hatten. Andererseits nahmen sie den Mund selbst sehr voll, als sie ein völlig neues Konzept, das alle Stückerln spielen werde, ankündigten. Nun denn, einzig das Studio, das glänzt und glitzert, hält sich bisher an diese Vorgaben, der Rest ist Amateurliga.

Begonnen beim Moderator, Max Schmiedl, der sich beim Ankick nicht recht zwischen gepresstem Mimen-Deutsch und lockerem Taxler-Schmäh (aus "Taxi Orange"-Tagen) entscheiden konnte, sich mitunter sprachlich selbst überdribbelte und mehr als Fan denn als Fachmann in Fußballfragen outete. Dazu Kommentare und Spielberichte, die - wie etwa jener zu Austria gegen Admira - so dämlich-läppisch formuliert waren, wie man es im ORF seit Jahren nicht mehr gehört hat (und da war man schon allerhand Unsägliches gewohnt). Einzig Didi Constantini als Studio-Experte konnte halbwegs überzeugen, wurde aber mitten in seinen Ausführungen brutal von der Werbung unterbrochen.

Gelungener war die Premiere auf Premiere, wo der gestandene ORF-Mann Christian Nehiba die Live-Konferenz-Schaltung der vier Bundesliga-Spiele souverän moderierte. Dazu 15 Tore in 90 Minuten, eine flotte Bildregie und mit Frenkie Schinkels ein gewitzter Ex-Kicker im Studio. Es sieht so aus, als müsste man als österreichischer Fußballfan die nächsten Jahre ein bisschen in die Tasche greifen, will man auf seine Rechnung kommen.