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An die Medien denken

Von Bernhard Baumgartner

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Durch die Corona-Krise sind die Medien in eine Schieflage geraten. Einerseits brechen durch die Reduktion der Werbemaßnahmen die Werbebudgets weg. Andererseits lassen sich vermehrte Zugriffe durch das Informationsbedürfnis der Bevölkerung noch nicht monetarisieren - auch, weil sich eben niemand findet, der die damit verbundene Werbung kauft. Das hat dazu geführt, dass Medien zu umfassenden Sparplänen gezwungen sind, die weit darüber hinausgehen, dass Menschen in Kurzarbeit geschickt werden - ausgerechnet dann, wenn der Bedarf nach guter, solider Information besonders hoch ist: ein Paradoxon.

Nun haben eine Reihe europäischer Journalistenorganisationen mehr Geld aus dem Budget der Europäischen Union für die Unterstützung der Medien gefordert. In einer gemeinsamen Stellungnahme verlangten sie sowohl mehr Förderung durch die EU-Staaten als auch eine Erhöhung der Mittel für Medien im EU-Finanzrahmen 2021 bis 2027.

"Ohne deutliche Steigerung der finanziellen Unterstützung und ohne mehr Priorität für die Nachrichtenmedien und den Journalismus ist die Europäische Union in Gefahr, ihren politischen Verpflichtungen in den Bereichen Pressefreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Grundrechte nicht nachzukommen", warnten die Journalistenvertreter.

Das ist natürlich völlig richtig. Wenngleich auch die Nationalstaaten gefordert sind. In Österreich wurden die Förderungen soeben erhöht. Ein richtiger Schritt und gut investiertes Geld.