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Analphabeten und beinahe solche

Von Edwin Baumgartner

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800.000 Analphabeten leben laut einer eben veröffentlichten Unesco-Studie in Österreich. Was heißt, dass mindestens jeder elfte Bewohner unseres Landes nicht in der Lage ist, Texte sinnerfassend zu lesen bzw. sich schriftlich verständlich auszudrücken. Kein Wunder bei der ganzen Ausländerflut? - Bitte umdenken! Die Facebook-Seite "AK Deutsch für FPÖ-Anhänger" (für andere Parteien existiert nichts Vergleichbares) zeigt: Just die weit rechten Österreicher sind’s, die sich in der Kenntnis ihrer Muttersprache von den verachteten Ausländern kaum unterscheiden.

Da will einer beispielsweise gegen die Türken zu Feld ziehen, kämpft aber vorerst mit Orthografie und Interpunktion (dieses und alle folgenden Zitate in unveränderter Schreibung): "stehlt euch die frage kreig oder frieden". Was natürlich nur notwendig ist, wenn solche Prophetie nicht in Erfüllung geht: "HC wird gehwin". Für manche ist er eben der Richtige, denn: "der ist suppa ich welle in sicha". Da können im Moment der Wahl sogar erotische Gefühle hochsteigen, oder? - "Ich hoffe so sehr das es auch genügend sind die bei der wahl kommen wir sind 4 alle wähle".

Nachgerade ein Aha-Erlebnis verspürt man da, weshalb die Wahl allein mit einem Kreuzlein an der richtigen Stelle vonstatten geht, das müsste doch jeder schaffen. Vorausgesetzt, er findet die Partei, die er meint. Kann schwierig werden: "hoffentlich gewinnt fbö und wir haben chancen". Sicher ist nur: Der Obmann dieser "fbö" muss gefeiert werden: "ES LEBE STACHE ??????????" Für die restlichen Ruf-, Pardon: Fragezeichen reicht der Platz hier leider nicht aus.