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Andrea Eckert

Von Christine Dobretsberger

Reflexionen
Dem in Wien geborenen, in New York lebenden Autor Frederic Morton ist Andrea Eckert jüngster Dokumentarfilm gewidmet. Foto: Viennale

Die Schauspielerin und Filmemacherin Andrea Eckert spricht über ihre Identifikation mit Rollen, warum die Schauspielerei einst lebensnotwendig für sie war - und wie wichtig die Kunst der Gesprächsführung bei Dokumentarfilmen ist.


Wiener Zeitung: Frau Eckert, im Rahmen der Viennale 2009 ist Ihr bereits siebenter Dokumentarfilm - "Durch die Welt nach Hause" - ausgestrahlt worden, ein Porträt über den Schriftsteller Frederic Morton. Wie kam dieses Projekt zustande, bzw. was verbindet Sie mit Herrn Morton? Andrea Eckert: Alle diese filmischen Porträts sind durch mehr oder weniger zufällige Begegnungen entstanden. Ich war bei Freunden zum Abendessen eingeladen und saß neben Frederic Morton. Zu später Stunde begann er, von seinem Leben zu erzählen, von der Kindheit in Wien, der Emigration und den tiefgreifenden Veränderungen, die damit verbunden waren. Ich fand seine Schilderungen ungemein fesselnd: das Wien der dreißiger Jahre, die aufkommende Nazizeit, Flucht und Neubeginn in New York, in einer völlig fremden Kulturlandschaft. Ich bewunderte die unsentimentale Schilderung seines Schicksals und die Fähigkeit, in einer fremden Sprache und Kultur nicht nur ein neues Leben zu beginnen, sondern auch sehr rasch ein Schriftsteller in dieser neuen Sprache zu werden.

Meinem Empfinden nach wirkte Frederic Morton in dem Film viel entspannter, wenn er englisch sprach.

Im Zuge unserer Gespräche bemerkte ich sehr früh, dass Frederic Morton mit der Sprache auch die Identität wechselte. Der in New York lebende Frederic Morton hat eine andere Art, sich auszudrücken und der Welt gegenüberzutreten, nämlich souveräner und gelassener als der deutsch sprechende Fritz Mandelbaum. Das hatte ich in der Form noch an keinem anderen Menschen wahrgenommen, und deshalb stand sehr früh für mich fest, die Interviews auf Deutsch und Englisch zu führen. Was mich an diesem Mann wirklich bewegt, ist die Absenz von Bitterkeit seiner früheren Heimat Österreich gegenüber - und die Liebe und Treue zu seiner Frau.

Andrea Eckert.

Wollten Sie mit diesem Film eine Art Zeitzeugnis schaffen?

Alle meine Filme sind für mich Archive des Erinnerns. Ich bin eine passionierte und ausdauernde Zuhörerin. Alte Menschen haben viel erlebt und können uns von Dingen berichten, die wir nicht mehr kennen. Die Zeit verwischt alle Spuren. Ich möchte diese großartigen Menschen vor dem Vergessen und Verschwinden bewahren, ich möchte ihnen ein Denkmal errichten, ihrem Mut, ihrer Verletzlichkeit, ihren Hoffnungen, den Siegen und dem Scheitern - und vor allem der Würde, mit der sie ihr Leben bestanden haben.

Mit einem Wort: Faszinierende Persönlichkeiten sind Ihre primäre Inspirationsquelle für einen Film?

All diesen Menschen wohnt eine Leidenschaft für eine ganz bestimmte Sache inne, die sie leuchten lässt und die sie über viele Stolpersteine des Lebens hinwegsteigen ließ. Bei Frederic Morton ist es das Schreiben, bei Frau Hawelka das Kaffeehaus, bei Walter Schmidinger das Theater, bei Pater Georg sein Hilfswerk für Bedürftige, bei Lucia Westerguard der Zirkus.

Mit der Varieté-Künstlerin und Saxophonistin Lucia Westerguard hat Ihr filmisches Schaffen ja begonnen.

Ich bin Frau Westerguard auf der Straße begegnet, wir sind ins Gespräch gekommen und ich fand sie so bemerkenswert und zauberhaft, dass ich erstmals den Wunsch empfand, einen Menschen auf filmischem Wege in Erinnerung zu bewahren. Hätte sie nicht diese umwerfende Persönlichkeit gehabt, wäre ich nie auf die Idee gekommen, das Thema Filmregie überhaupt ins Auge zu fassen. Es war nie ein Ziel von mir, Dokumentarfilmerin zu werden. Dank Frau Westerguard bin ich in dieses Metier hineingestolpert, und dafür bin ich ihr sehr dankbar. Und für vieles Andere auch, denn sie war ein großartiger Mensch.

Ich habe bis zum Ende ihres Lebens mit ihr Kontakt gehalten und mich auf jeden Besuch bei ihr gefreut. Die Begegnung mit Lucia Westerguard war für mich in jeder Hinsicht ein Geschenk.

Mag dies vielleicht auch damit zu tun haben, dass Sie selbst eine Begeisterung für den Zirkus hegen?

Ja, vielleicht. Schon als Kind liebte ich diese Atmosphäre von Wagnis und Sensation; ich bangte um das Leben der Seiltänzer, ich wollte selbstverständlich der weiße Clown werden. Meine Begeisterung für den Zirkus beruht auch darauf, dass Artisten in jeder Vorstellung so enorm viel riskieren, ja oft ihr Leben. Schauspielerei, wie ich sie verstehe, hat viel damit zu tun. Während einer Vorstellung gehen wir - im übertragenen Sinn - auch auf einem Seil. Wenn wir "hinunterfallen", sterben wir zwar nicht, aber die Illu-sion stirbt, die Wahrheit der Rolle.

Wenn man sich in Ihrer Wohnung umblickt, sieht man allerlei dekoratives Spielzeug. Sind dies Erinnerungsstücke an Ihre Kindheit?

Nein, überhaupt nicht. Ich kaufe ab und zu einfach gerne Spielzeug. Manchmal ist mir das ein Trost. In schwierigen Arbeitsphasen gehe ich viel spazieren und komme dann oft mit altem Blechspielzeug oder einem Stofftier nach Hause. Vieles wird gleich wieder verschenkt, manches bleibt bei mir: den Clown etwa, den ich bei meinem allerersten Engagement 1981 in Bregenz erstand, habe ich noch. Als Kind wollte ich übrigens nur mit Autos spielen, Puppen habe ich strikt abgelehnt.

Spielzeug zu kaufen ist für Sie somit ein Impuls der Freude und kein wehmütiges Erinnern an eine schöne Kindheit? Es war gar nicht so schön, ein Kind zu sein. Das Ausgeliefertsein in der Kindheit ist doch die Hölle. Ich verstehe nicht, warum diese Zeit so glorifiziert wird.

Andrea Eckert in ihrer Paraderolle als Maria Callas in Terence McNallys Stück "Meisterklasse", zuletzt aufgeführt am Landestheater Niederösterreich in St. Pölten. Foto: Landestheater NÖ

Sie haben bei unserem letzten Gespräch anklingen lassen, dass Sie als Kind sehr introvertiert, ja nahezu verstummt waren, und dass Ihr Wunsch, Schauspielerin zu werden, nicht zuletzt mit der Intention verbunden war, über eine Rolle zu sprechen, bzw. einen Ausdruck zu finden.

Als Kind war ich noch nicht verstummt. Erst in der Pubertät bin ich in eine schwere Krise geraten und hatte keine Möglichkeit mehr, mit der Welt in Kontakt zu treten. Nach einiger Zeit wurde mir klar, dass dieser Zustand ein Ende finden musste, sonst würde irgendwas Grundlegendes mit mir schief gehen. Es war eine äußerst beängstigende Situation und die Hauptmotivation dafür, warum ich Schauspielerin werden wollte. Werden musste. Die Beschäftigung mit dem Theater, die Möglichkeit, mich über den Umweg einer Rolle zu äußern und zu zeigen - und darin wahrgenommen zu werden, war damals lebensnotwendig für mich.

Hat sich rückblickend betrachtet die Intuition, die Sie damals hatten, nämlich über den Schauspielberuf auch eine Persönlichkeitsentfaltung zu erzielen, bewahrheitet?

Natürlich denkt man, wenn man nicht mehr jung ist, über gewisse Entscheidungen nach; an Wegkreuzungen, wo man vielleicht auch eine andere Richtung hätte einschlagen können. Da gibt es auch in meinem Leben ein paar neuralgische Punkte. Aber in diesem Fall bin ich richtig abgebogen. Ich bin diesem Beruf für vieles unendlich dankbar.

Sie kommen ja aus keiner Schauspielerfamilie.

Nein, ich komme aus einer Anwaltsfamilie mit langer Tradition. Schon mein Urgroßvater war Anwalt. Daher war es natürlich ein nahe liegender und sehr vernünftiger Gedanke meiner Familie, dass ich ebenfalls diesen Weg einschlagen sollte. Hätte ich das gemacht, wäre ich in vielerlei Hinsicht sicherlich leichter durchs Leben gekommen. Aber ich habe mich für das Theater entschieden. Nach wie vor empfinde ich diesen Beruf als großes Privileg und als Chance, in jeder Hinsicht zu wachsen. Man muss Demut bewahren, man kann sich auf nichts berufen. Man geht auf dünnem Eis.

Wie ist das konkret zu verstehen?

Ich nehme nichts für selbstverständlich. Vor allem nicht das Gelingen. Man sammelt in diesem Beruf die Erfahrung: wenn heute Abend etwas glückt und akklamiert wird, heißt das nicht, dass dies morgen ebenso sein wird. Man muss sich jedes Mal mit seiner ganzen Kraft darum bemühen. Diese Konzentration auf den Augenblick finde ich eine schöne Sache.

Bringt die intensive Beschäftigung mit einer Rolle mitunter auch Facetten der eigenen Persönlichkeit zutage, die einem bisher vielleicht noch gar nicht bewusst waren? Oder beginnt man sich eher mit der Rolle zu identifizieren?

Ich kann nur über Identifikation arbeiten. Das ist mein Weg der Annäherung. Ich suche nach dem Verständnis einer Rolle in meinem eigenen Leben. Das sind langwierige und oft schwierige Entdeckungsreisen. Und manchmal, oft erst nach Monaten, am Ende einer Vorstellungsreihe, hat man dann in Spiegel geschaut, von deren Existenz man bei Probenbeginn nichts wusste.

Ende Februar sind Sie am Landestheater Niederösterreich erstmals in Hjalmar Söderbergs "Gertrud" zu sehen. Eine Wunschrolle?

Gertrud ist der Vorschlag und eine Einladung von Isabella Suppanz, die ich seit langem sehr schätze und der ich vertraue. Das Stück ist außerordentlich vielschichtig und reizvoll. Die Hauptfigur Gertrud trägt ein Geheimnis in sich, dem nicht leicht auf die Spur zu kommen ist.

Andrea Eckert: "Als Kind wollte ich nur mit Autos spielen, Puppen habe ich strikt abgelehnt." Foto: Robert Wimmer

Vor kurzem standen Sie am Landestheater abermals in Ihrer Paraderolle als Maria Callas in Terence McNallys "Meisterklasse" auf der Bühne. Wissen Sie, wie oft Sie dieses Stück bereits gespielt haben?

Am Wiener Volkstheater stand es elf Jahre lang am Spielplan und war meistens bis auf den letzten Platz ausverkauft. 170 Vorstellungen lang.

Wenn man, wie es beispielsweise in "Meisterklasse" der Fall ist, zwei Stunden nahezu allein auf der Bühne steht, muss dies doch ein enormer Druck sein. Wie geht man damit um?

Grundsätzlich ist es herrlich. Natürlich gibt es Abende, an denen man sich schwach fühlt, wo ich am Beginn einer Vorstellung das Gefühl habe, als lägen die vielen Menschen im Publikum mit ihrer Freude und Erwartung wie ein Stein auf meiner Brust. Es ist so viel Verantwortung, einen Abend ganz allein zu tragen. Der Erlebnisbogen des Stückes mit allen Höhen und Tiefen muss gedacht, erfühlt, erlebt und dargestellt werden. Und "da draußen" kann einem niemand mehr helfen. Da ist man ganz auf sich allein angewiesen.

Bei dieser Aufführung hat man tatsächlich den Eindruck, als würden Sie mit der Figur der Maria Callas verschmelzen.

All die Dinge, die in diesem Stück thematisiert werden, kann ich ungemein gut verstehen. Das ging mir schon beim ersten Lesen so. Die Figur der Maria Callas, wie Terence Mc Nally sie erfunden hat, war mir sofort nahe. Es gibt keine andere Rolle außer vielleicht Elektra, in der ich so sehr von mir ausgehen konnte und alles schon bereit lag.

Weil zuvor vom Volkstheater die Rede war: Als Sie sich im Jahr 2005 um die Nachfolge von Emmy Werner bewarben, gingen in der Öffentlichkeit die Emotionen ziemlich hoch. Man könnte, was damals geschah, fast als Mobbing gegenüber Ihrer Person bezeichnen. Es war eine Hetzjagd.

Wie erklären Sie sich das?

Lassen wir die Ursachenforschung in diesem Fall. Tatsache war, dass sich niemand für mein Konzept interessiert hat, hingegen alle für meine Person, meine Privatsphäre, meine menschlichen Eigenschaften, von denen die Leute eh keine Ahnung haben. Es war mein größter Wunsch, dieses von mir so geliebte Haus zu leiten, um dort Künstler zu versammeln, die ich großartig fand und die eine Bereicherung für Wien gewesen wären. Aus diesem Grund reiste ich das Vorbereitungsjahr lang durch Europa, um Vorstellungen zu sehen und Kontakte herzustellen. Ich wollte aus dem Volkstheater ein europäisches Theater machen, und stieß bei namhaften internationalen Künstlern und Regisseuren auf Interesse und Sympathie.

Das heißt, Sie investierten für die Erstellung Ihres Volkstheater-Konzeptes ein ganzes Jahr Arbeit und knüpften europaweit Kontakte?

Natürlich. Ich war ja nicht so dumm zu glauben, dass meine Person allein schon Konzept genug wäre. Danach war ich bankrott, ich hatte in dieser Zeit keine Arbeit angenommen, um mich ganz auf die Direktion vorzubereiten. In gewisser Weise war ich mir sicher, dass ich es schaffen würde, das Volkstheater zu übernehmen. Ich liebte es sehr. Es war über Jahre mein Zuhause. Und ich liebte die Menschen, die dort arbeiteten - die Bühnenarbeiter, Garderobieren, die Maskenbildnerinnen: Wir haben so viel miteinander erlebt. Regisseure kamen und gingen, doch wir blieben und wir machten gemeinsam den Theaterabend.

Wie ging es dann weiter, als die Entscheidung für Michael Schottenberg fiel?

Nach einer Schrecksekunde, die mehrere Monate dauerte, nach einer totalen inneren Lähmung, wollte ich gerne Pause vom Theater machen. Ich war sehr verletzt. In der Zeit waren die Dokumentarfilme eine wunderbare Alternative. Eine Zuflucht. Ich war sehr dankbar dafür! Diese Arbeit hat ja glücklicherweise etwas mit dem wirklichen Leben zu tun. Gerade damals war es mir sehr willkommen, der Theaterwelt zu entkommen und mich mit realen Menschen, mit dem wirklichen Leben auseinander zu setzen.

Glauben Sie, dass es Ihnen im Rahmen Ihrer Regietätigkeit zugute kommt, dass Sie selbst Schauspielerin sind?

Natürlich. Ich kenne die Ängste und Blockaden vor der Kamera aus leidvoller Erfahrung von mir selber. Also achte ich immer sehr darauf, dass am Set eine Atmosphäre von Schutz, Geborgenheit und liebevoller Aufmerksamkeit herrscht, die in meinen Augen Grundvoraussetzung für Loslassen und Wahrhaftigkeit sind. Nur so wird man irgendwann von den wirklichen Schmerzen und Niederlagen, aber auch den wahren Glücksmomenten berichten wollen. Sonst bekommt man immer nur Vorgefertigtes, schon tausendmal Gesagtes. Positive Bestärkung öffnet innere Räume, macht begabter, empfindungsfähiger, kühner.

Das Spannende an den Dokus ist auch die Art der Gesprächsführung. Man hat ein Konzept, aber meiner Erfahrung nach sind letztlich die eigenen Fragen gar nicht so wichtig. Entscheidend ist, dem Impuls zu vertrauen und ihm nachzugehen. Wo das Gespräch dann tatsächlich hinführt, kann man nicht bestimmen. Oft ist es wichtig, eine Stille zu ertragen, anstatt sich und dem Gesprächspartner mit der nächsten Frage darüber hinwegzuhelfen. Fast immer ist Stille der Vorbote einer tiefen Emotion.

Warum war es im Laufe Ihrer Karriere nie ein Ziel, Ensemblemitglied eines großen Theaters zu sein?

Freiheit und Autonomie sind meine wichtigsten Güter. Ich habe zu viel Angst und zu wenig Vertrauen, um Ensemblemitglied zu sein.

Weil man als Ensemblemitglied mitunter Rollen spielen muss, die man vielleicht gar nicht verkörpern möchte?

Ja, auch diese Vorstellung war in zunehmendem Maße unerträglich. Ich möchte mich gerne mit ganzem Herzen auf eine Rolle konzentrieren, dann aber wieder meine eigenen Wege gehen dürfen. Natürlich hat diese Entscheidung zur Freiheit oft Einsamkeit zur Folge. Dann wird es sehr schwer. Arbeit ist für mich lebensnotwendig.

Das heißt: Sie treten gerne auf?

Ich liebe es sehr . . . Es ist etwas ganz Besonderes und Einmaliges, dieser Dialog mit der Rolle, den Kollegen auf der Bühne und dem Publikum. Dann macht die Lebenseinsamkeit Pause, wir alle teilen denselben Moment miteinander, treten in Kontakt - und dieses Erlebnis ist wunderschön und wärmt mein Herz.

Zur Person

Andrea Eckert, geboren 1958 in Baden, absolvierte nach der Matura und einem Literaturstudium in Paris eine Schauspielausbildung bei der legendären Dorothea Neff. Dann Engagements am Kornmarkttheater Bregenz, Linzer Landestheater, Schauspielhaus Wien, Frankfurter Schauspielhaus, Wiener Burgtheater, Volkstheater Wien und Theater in der Josefstadt.

1991 gelang es Eckert, sich mit der Darstellung der "Judith" von Friedrich Hebbel am Volkstheater in der Wiener Theaterszene zu etablieren. Seitdem spielte sie u.a. Hauptrollen in "Maria Stuart" von Friedrich Schiller, "Clara S." von Elfriede Jelinek, "Elektra" von Sophokles, "Der Gute Mensch von Sezuan" von Bert Brecht, "Groß und Klein" von Botho Strauß und "Penthesilea" von Heinrich von Kleist.

Als Maria Callas in dem Stück "Meisterklasse" von Terence Mc Nally wurde Eckert zum Publikumsmagneten. Über 170.000 Besucher sahen diese elf Jahre auf dem Spielplan des Wiener Volkstheaters stehende Aufführung. Ab Ende Februar ist Eckert am Landestheater Niederösterreich in Hjalmar Söderbergs Stück "Gertrud" zu sehen.

Die Schauspielerin erhielt zahlreiche Theaterauszeichnungen, darunter die Kainz-Medaille, den Hebbel-Ring, den Karl Skraup-Preis und den Hersfeld-Preis.

Ihr Debüt als Filmemacherin gab Eckert mit der Filmdokumentation "Alles ist ein Wunder" über die Varieté-Artistin Lucia Westerguard. Weitere Filme waren u.a. Josefine Hawelka, dem Schauspieler Walter Schmidinger, dem Filmtycoon Eric Pleskow und dem Jesuitenpater Georg Sporschill gewidmet. Ihr jüngster Film über den Schriftsteller Frederic Morton, "Durch die Welt nach Hause", lief bei der "Viennale" 2009.

Andrea Eckert lebt in Wien und Berlin.

Christine Dobretsberger, 1968 geboren, lebt als freie Journalistin und Autorin in Wien; seit 2005 ist sie Geschäftsführerin der Text- und Grafikagentur "Lineaart".