Zum Hauptinhalt springen

Angriff auf NATO-Tanklaster in Pakistan

Von WZ Online

Politik

15 Fahrzeuge zerstört oder beschädigt. | Islamabad. Extremisten haben in Pakistan Tanklastwagen für die internationalen Truppen in Afghanistan angegriffen und dabei nach offiziellen Angaben drei Menschen getötet. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden sieben weitere Menschen verletzt, als vier bis fünf bewaffnete Angreifer in der Nacht auf einem Firmengelände in der Hauptstadt Islamabad das Feuer auf die Lastwagen eröffneten.


15 Fahrzeuge seien zerstört oder beschädigt worden. Der Sender Geo TV hatte zunächst von 6 Toten und 28 ausgebrannten Tankwagen berichtet. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bedauerte am Montag den Tod pakistanischer Soldaten bei einem NATO-Luftangriff vergangene Woche an der Grenze zu Afghanistan.

Erst am Freitag hatten Aufständische im Süden des Landes 27 Lastwagen mit Treibstoff für die ausländischen Truppen in Afghanistan in Brand gesteckt. Die NATO-geführten Streitkräfte beziehen den Großteil ihres Nachschubs auf dem Landweg über Pakistan. Die Route von der Hafenstadt Karachi durch Zentralpakistan zum Grenzübergang am Khyber-Pass ist dabei eine der wichtigsten Verbindungen.

Da die Regierung in Islamabad am vergangenen Donnerstag die Nachschubroute für NATO-Konvois aus Protest vorübergehend geschlossen hat warten derzeit Tausende Lastwagen auf Parkplätzen in Pakistan auf die Weiterfahrt ins Nachbarland. Grund für den Schritt war der Beschuss eines pakistanischen Grenzpostens durch NATO-Hubschrauber aus Afghanistan, bei dem drei pakistanische Soldaten getötet worden waren. Beobachter erwarten allerdings, dass die Route in den kommenden Tagen wieder geöffnet wird.

NATO-Generalsekretär gibt sich optimistisch

Nach einem Treffen mit dem pakistanischen Außenminister Shah Mehmood Qureshi in Brüssel, bei dem Rasmussen den Tod pakistanischer Soldaten bei einem NATO-Luftangriff bedauerte, äußerte er zugleich die Hoffnung, dass die Nachschubwege für die ausländischen Truppen über Pakistan "so schnell wie möglich" wieder freigegeben würden. Minister Qureshi habe zugesagt, sich der Sache anzunehmen.(APA/dpa/Reuters)

Konflikt zwischen Pakistan und Nato spitzt sich zu