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Arbeitslosigkeit im November weiter angestiegen

Von WZ Online

Wirtschaft

10 Prozent Jugendarbeitslosigkeit. | Wien. Im November ist die Arbeitslosigkeit in Österreich weiter gestiegen. Inklusive Schulungen waren 336.527 Personen ohne Arbeit. | Knapp 10 Prozent Arbeitslose in der EU


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Die Arbeitslosigkeit im November ist gegenüber dem Vormonat Oktober um 17.207 Betroffene angestiegen. Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen (ohne Schulungen) stieg im November im Jahresvergleich um 14,3 Prozent auf 257.745 Betroffene.

Die Zahl der offenen Stellen war mit minus 12,9 Prozent auf 25.646 deutlich rückläufig. Im November waren 42.452 Jugendliche ohne Job, das waren um 10,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Beschäftigten ging im Jahresvergleich nach vorläufigen Zahlen um 1,6 Prozent oder um 54.000 auf 3,355 Millionen zurück. Die Arbeitslosenquote nach Eurostat erhöhte sich um 0,9 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent und nimmt damit den zweitbesten Platz im EU-Vergleich ein.

Starker Anstieg in Oberösterreich

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren alle Bundesländer betroffen, am stärksten Oberösterreich mit plus 31,1 Prozent, gefolgt von Vorarlberg mit 25,5 Prozent und Niederösterreich mit 19,8 Prozent.

Besonders viele Männer arbeitslos

Am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen waren auch im November in der Industrie beschäftigte Männer. Während die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 17,4 Prozent auf 142.519 Betroffene stieg, erhöhte sich die Zahl der weiblichen Jobsuchenden um 10,6 Prozent auf 115.226 Personen. Bei den Älteren über 50-Jährigen stieg die Arbeitslosigkeit um 15,1 Prozent auf 52.186 Betroffene an. Nach Branchen war der Produktionsbereich mit plus 34,9 Prozent auf 30.729 Jobsuchende am stärksten betroffen, gefolgt vom Handel mit plus 15,0 Prozent (37.513), dem Gesundheits- und Sozialwesen mit plus 14,6 Prozent und dem Bau mit plus 12,4 Prozent. Bei den Leiharbeitern betrug das Plus gegenüber dem Vorjahr nur mehr 7 Prozent.

"Der Anstieg der Arbeitslosigkeit konnte weiter gedämpft werden", kommentiert SPÖ-Sozialminister Rudolf Hundstorfer die aktuellen Arbeitsmarktdaten. Dies sei vor allem auf die Arbeitsmarkt- und Konjunkturpakete zurückzuführen. In den nächsten Monaten werde man vor weiteren großen Herausforderungen stehen. "Wir sind daher dabei, bestehende Arbeitsmarktmaßnahmen zu evaluieren, neue Maßnahmen zu überlegen und andere Maßnahmen neu zu gewichten bzw. auszudehnen", sagte Hundstorfer.

AMS-Chef erwartet weiteren Arbeitslosen

Der Chef des Arbeitsmarktservice (AMS), Johannes Kopf, erwartet indes einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit. Der Anstieg werde aber nicht mehr so stark ausfallen wie im laufenden Jahr. Zwischen 2009 und 2010 werde die Zahl der Jobsuchenden noch einmal um bis zu 50.000 Personen ansteigen. Im Jahresschnitt würden dann rund 320.000 Menschen arbeitslos sein, so Kopf am Dienstag im ORF-Morgenjournal. (APA/red.)