Zum Hauptinhalt springen

Arbeitslosigkeit wird stagnieren

Von Erika Bettstein

Wirtschaft

Das Wirtschaftswachstum wird sich in Österreich nach 3,2% im vergangenen Jahr heuer auf 2,2% abschwächen und könnte im Jahr 2002 etwa gleich hoch ausfallen, prognostiziert das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo).


Zur markanten Konjunkturdämpfung trage vor allem die ungünstigere Entwicklung der Weltwirtschaft, insbesondere der Einbruch in den USA bei. Die restriktive Ausrichtung der österreichischen Budgetpolitik habe zur Folge, dass die heimische Wirtschaft etwas langsamer wächst als jene des Euro-Raumes (2000: plus 2,4%). Die Arbeitslosenquote werde heuer noch leicht zurückgehen und sich im kommenden Jahr auf einem Niveau von 31/2% der Erwerbspersonen stabilisieren.

Die Dämpfung der Wirtschaftsdynamik habe direkt eine leichte Verlangsamung des Beschäftigungsanstiegs zur Folge. Im privaten Dienstleistungssektor dürfte die Arbeitskräftenachfrage allerdings weiterhin kräftig wachsen. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten (ohne Karenzgeldbezieher und Präsenzdiener) werde heuer um etwa 18.000 (plus 0,6%) zunehmen.

Die Erwerbsquote ist rückläufig

Das Arbeitskräfteangebot sei von einer Reihe unterschiedlicher Entwicklungen beeinflusst: Die Bevölkerung im Alter von 15 bis 59 Jahren verringert sich heuer markant. Auch die Erwerbsquote sei rückläufig - vor allem jene der Älteren. Die Erwerbstätigkeit der Frauen werde von der Erleichterung des Zugangs ausländischer Arbeitnehmerinnen zum Arbeitsmarkt und im kommenden Jahr auch von der Einführung des Kindergeldes geprägt, analysiert das Wifo. Im Jahr 2001 dürfte die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen auf durchschnittlich 181.000 zurückgehen. Die Arbeitslosenquote wird 3,6% der Erwerbspersonen nach EU Labour Force Survey und 5,4% der unselbständigen Erwerbspersonen nach österreichischer Berechnung betragen und dürfte sich laut Wifo 2002 auf diesem Niveau stabilisieren.