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Ärgernisse in Serie

Von Bernhard Baumgartner

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Über den Umgang der heimischen TV-Sender mit Serien zu lästern, ist wie Jammern über das Wetter: Es ändert sich zwar nicht, aber das Sudern wirkt ungemein befreiend. Also: Wieso ist es so, dass jetzt nicht nur der ORF, sondern auch ATV glaubt, man könne US-Serien nach Belieben hin- und herschieben, ausfallen lassen, unterbrechen oder aus der Reihenfolge spielen?


Jüngstes Beispiel: "Lost", eine der wenigen wirklich hochklassigen Serien, die auf ATV laufen, wurde jüngst unsanft von der gewohnten Doppelfolge am Sonntag-Hauptabend auf Donnerstag, 22.05 Uhr, verbannt - als Einzelfolge. Und zwar deshalb, weil der Sender kurz vor dem Verkauf sein offenbar übervolles Lager an alten Bond-Filmen noch leerspielen muss. Nichts gegen James Bond! Aber sein Publikum erst an eine Mystery-Serie zu gewöhnen und dann den Nachschub zuzudrehen, ist das ärgerlichste, was man tun kann. In den USA laufen diese Serien, die bei uns als Füllmaterial dienen, übrigens selbstverständlich einmal die Woche. Im Hauptabend. Und bringen dort auch Quote!