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Armin im Jungbrunnen

Von Sabine Ertl

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Zugegeben, ich bin nicht wirklich ein Fan der "Millionenshow". Auch gehe ich oft fremd und schaue lieber für ein paar Minuten beim deutschen Schwiegermutterliebling Günther Jauch vorbei als beim Vorzeige-Österreicher Armin Assinger. Nicht, dass Assinger seine Sache schlecht macht, er hat auch viel dazugelernt und ist nicht mehr so hölzern wie in seinen Anfangsmoderationen, doch können mich weder er noch seine vor sich hinbrütenden Kandidaten begeistern. Daher bin ich eigentlich recht glücklich, dass diese an vielen Tagen das Hauptabendprogramm blockierende Show am kommenden Samstag (bis September) in Sommerpause geht.

Bis dahin werde ich Assinger allerdings in guter Erinnerung behalten, brillierte er doch am Montag in der "Junior-Millionenshow" als absolut kindererprobter und humorvoller Entertainer. Zehn junge Ratefüchse durften um 100.000 Euro rätseln. Dass dabei weniger das Geld als viel mehr Spaß und Spiel im Vordergrund standen, hat beiden Seiten gut getan. Auch war die Stimmung ungekünstelt, Mamas und Papas im Publikum drückten die Daumen so fest, wie die Kleinen ihre mitgebrachten Maskottchen. Da rauchten die Köpfe, es wurde überlegt, gelacht und gezockt, und das in Erwachsenensprache: "Ich tendiere zu . . .", "Kann ich ausschließen . . .", "Ist mir zu riskant . . .". Zwischendurch trällerte Assinger spontan ein Kinderlied, feuerte zum Jonglieren an und war den Kindern bis zum Schluss ein tapferer Wegbegleiter. Gut so, denn nur so können die kleinen Millionenanwärter ihren ersten Fernsehauftritt in absolut jugendfreier Erinnerung behalten.