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Aspern mit oder ohne TU, WU und U-Bahn

Von Christian Rösner

Analysen

Wien soll erweitert werden. Jeder plant, aber alles ist offen. | Das ehemalige Flugfeld Aspern in Wien-Donaustadt ist so groß wie die Wiener Josefstadt und gilt als Stadterweiterungsgebiet Nummer eins. Der Rektor der Technischen Universität Wien, Peter Skalicky, hat Interesse bekundet, gemeinsam mit der Wirtschaftsuniversität dorthin zu übersiedeln. "Er hat wahrscheinlich zum Zweck der internen Entscheidungsfindung in diese Richtung Druck gemacht", meinte Planungsstadtrat Rudi Schicker dazu. In der TU wollen nämlich viele am innerstädtischen Standort festhalten - trotz Platzmangels und großer Streuung der Institute.


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Von der Idee, die TU gemeinsam mit der WU zu übersiedeln, halten sowohl Stadt Wien als auch WU wenig: Schicker sieht die von Skalicky propagierten Synergien, die durch diese Zusammenlegung entstehen könnten, konstruiert. Und WU-Vizerektor Horst Breitenstein hält Standortspekulationen zum jetzigen Zeitpunkt für unangebracht, zumal die WU gerade dabei sei, ein Raum- und Funktionsprogramm für ihren Neubau zu erarbeiten.

Alleine die TU würde 20.000 Studenten und Lehrende hierher bringen, 8500 Wohneinheiten für 15.000 Bewohner würden entstehen. Würde die WU noch dazu kommen, wäre für Wirtschaftsbetriebe kein Platz mehr. Ökonomisch gesehen also keine optimale Lösung; schließlich gibt man Unsummen für die Erschließung des Gebietes aus.