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Asperner Opel-Powertrain voll in Fahrt

Von Helmut Dité

Wirtschaft

Der neue, preisgekrönte Motor mit treibstoffsparender Twinport-Technologie läuft vom Band, die Prototypen des neuen 6-Gang-Getriebes für GM-Fiat auch schon - im Asperner Motoren- und Getriebewerk der Opel Austria Powertrain gibt es keine Sommerpause. In neun Monaten nimmt das neue 6-Gang-Getriebewerk der Opel Austria Powertrain in Wien-Aspern offiziell den Betrieb auf. Gefeiert wurde auch heuer schon: Ende Juni lief der 8-millionste Motor vom Band.


Nach der Halbzeit beim Aufbau der Getriebeproduktion - 380 Mill. Euro fließen in das Projekt - sind alte Anlagen bereits demontiert und Umbauten auf einer Fläche von rund 42.000 m2 abgeschlossen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Inzwischen wurden auch die ersten von insgesamt 340 Maschinen und Anlagen für die im April 2004 startende Produktionslinie installiert, die 60 Getriebevarianten für General Motors und Fiat-Mdelle umfassen wird. Der Zusammenbau der Getriebe-Prototypen läuft bereits direkt im Produktionswerk, nicht mehr im Entwicklungszentrum.

Für das Opel-Motoren- und Getriebewerk in Wien-Aspern ist das neue Sechsgang-Getriebewerk eine der größten Investitionen in der 20-jährigen Firmengeschichte. Opel Austria Powertrain gehört zu einem Joint Venture von General Motors (GM) und dem italienischen Autoriesen Fiat.

Acht Millionen Motoren aus dem Asperner Werk

Erst Ende Juni war ein weiterer Markstein in der rund zwanzigjährigen Geschichte des Motoren- und Getriebewerks in Wien-Aspern gesetzt worden. Opel Austria Powertrain feierte einen neuen Produktionsrekord: Acht Millionen Motoren. Das Jubiläumsaggregat war ein 1,0 Liter 12V Ecotec Dreizylinder für das spanische Opel Werk in Zaragoza und bildete - gemeinsam mit einem Asperner Getriebe - den Antriebsstrang für einen Opel Corsa.

Gleichzeitig war das kleine Kraftpaket auch der 2,5-millionste Ecotec-Motor, der in Aspern gebaut wurde. "Produktionsrekorde lassen sich in Zeiten des immer härteren Wettbewerbs nicht mehr so leicht aus den Fertigungsstraßen fahren", betonte man. Effizienz und Produktivität hätten - bei Weltklasse-Qualität - höchste Priorität.

Eine Methode zur Erreichung dieser Ziele ist in Wien der Kontinuierliche Verbesserungsprozess ("KVP"). Ihrem Namen gerecht wird die KVP-Initiative "Die Optimierer": Dank der Mitarbeitervorschläge können pro Jahr rund 1,2 Mill. Euro Produktionskosten eingespart werden. Dafür nahmen Generaldirektor Werner Hackl und die Teammitglieder unlängst in Turin einen der ersten T.O.P.-Awards von FIAT-GM Powertain entgegen.

Weiteres Highlight in Aspern in diesem Somer: Am 17. Juli lief die Produktion der neuen 1.4 und 1.0 Liter TWINPORT ECOTEC Motoren an. Der völlig neu entwickelte 1.4 Twinport-Ecotec Vierzylindermotor (66 kW/90 PS) und der 1.0 Liter-Dreizylinderer der neuen Generation (44 kW/60 PS) kommen im Opel Corsa zum Einsatz, letzterer löst auch im Microvan Opel Agila die bisherige 1,0-Liter-Einstiegsmotorisierung ab.

Energie- und Umweltpreis für Twinport-Technologie

Das kraftstoffsparende Twinport-Konzept ist heuer mit dem Energie- und Umweltpreis des deutschen Automobilklubs Kraftfahrer-Schutz e.V., dem "Goldenen Öltropfen" ausgezeichnet worden.