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Assinger und das amerikanische TV

Von Hans-Paul Nosko

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Mit Armin Assinger verhält es sich wie einst mit Hans Krankl: Man mag ihn sehr - oder eben gar nicht. Dazwischen gibt es kaum Spielraum. Oder doch? Dieser Frage ging ich Montag Abend zweieinhalb Stunden lang nach. Natürlich ist eine Promi-Runde für Licht ins Dunkel nicht mit einer regulären Millionenshow zu vergleichen: Stark reduzierter Schwierigkeitsgrad, Teamwork erlaubt, einsagen geduldet. Schließlich geht es um einen guten Zweck. Die vier Kandidaten stammten zwar alle aus der Showbranche, mit allerdings doch sehr unterschiedlichen Biografien: Zunächst Otto Retzer, Liebhabern von Filmen à la "Dirndljagd am Wörthersee" und TV-Serien wie "Klinik unter Palmen" einschlägig bekannt. Da lief der Schmäh, da waren die Kärntner unter sich. Als er TV-Kommissarin Ursula Strauss verhörte, bewies Assinger, dass ihm fremde Sprachen noch immer fremd sind. Der französische Staatspräsident etwa heißt dann eben "Sarkösi". Weiter gings mit der "Eidgenössin" Francine Jordi, einem Stern am Himmel der Volksmusik, die Assinger frech Paroli bot; vor allem, als er sich an ihrem Stuhl zu schaffen machte, um ihren schönen Beinen Bodenkontakt zu verschaffen. Den Abschluss bildete Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky, der mit brillanter Kombinationsgabe bestach. Hier war Assinger spürbar weniger locker, sprach ihn auch als Einzigen mit "Sie" an. Resultat: Insgesamt 185.000 Euro gewonnen, vom Sponsor auf 200.000 aufgerundet. Und Assinger selbst? Herzig und holprig wie eh und je. Mit einem Kommentar jedoch traf er genau ins Schwarze. Als Ursula Strauss ein "Oh, mein Gott!" entfuhr, befand er, dies komme von zu viel Konsum amerikanischer Fernsehserien. Irgendwie mag ich ihn doch.