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AUA in neue Zentrale am Flughafen Wien übersiedelt

Von Karl Leban

Wirtschaft

900 Mitarbeiter in modernem Bürohaus untergebracht. | Wien. Knapp 30 Jahre hatte die AUA ihren Hauptsitz in Wien-Oberlaa. Seit September hat die heimische Luftfahrtgesellschaft eine neue Konzernzentrale - direkt am Flughafen Wien-Schwechat. Am Montag fand die offizielle Eröffnung statt.


900 Mitarbeiter sind nun im Office Park des Airports in einem 24.400 m 2 großen, achtstöckigen Bürohaus untergebracht, das in nur 16 Monaten Bauzeit für 40 Millionen Euro aus dem Boden gestampft wurde.

Neben den 650 Mitarbeitern, die bisher in Oberlaa tätig waren, sind unter anderem auch Mitarbeiter des Call Centers und der Lauda Air in das neue Headquarter übersiedelt.

Das Y-förmige Gebäude - es wurde von dem Architekten Wilhelm Holzbauer entworfen - gehört der Flughafen Wien AG. Die AUA ist als Mieter eingezogen.

"In unserer neuen Zentrale sind wir nun direkt am Austrian-Drehkreuz und damit näher bei unseren Kunden", sagte AUA-Chef Alfred Ötsch bei der Eröffnungsfeier. Von ihrem neuen Hauptsitz verspricht sich die AUA vor allem bessere Arbeitsabläufe und kürzere Kommunikationswege.

Die Sanierung der Airline sieht Ötsch auf gutem Weg: "Die eingeleiteten Maßnahmen wirken: Wir haben ein gutes 2. Quartal gehabt und erwarten ein noch besseres drittes, die Qualitätsoffensive zieht, und die Langstrecke ist seit Juni positiv."

Schicksalsgemeinschaft

Vizekanzler Wilhelm Molterer lobte die Entscheidung, die AUA-Zentrale zum Flughafen zu verlegen: "Ein Unternehmen muss beim Kunden sein. Und wo ist eine Airline dem Kunden näher als am Flughafen?" Airport-Chef Herbert Kaufmann erwartet sich dadurch einen neuen geschäftlichen Boost aus der "Schicksalsgemeinschaft" zwischen Austrian Airlines und dem Flughafen Schwechat. NÖ-Wirtschaftslandesrat Ernest Gabmann sprach von einem "Meilenstein" für sein Bundesland: "Willkommen in Niederös-terreich."

Für die alte Liegenschaft in Oberlaa wird ein Käufer noch gesucht. Für die Verwertung ist eine eigene Gesellschaft zuständig, an der die AUA, das Land NÖ sowie die Gemeinde Schwechat beteiligt sind. Das Gebäude gehört der AUA, es hat einen Buchwert von 10 Millionen Euro.