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AUA nimmt drei weitere Flüge aus dem Programm

Von Karl Leban

Wirtschaft

Passagierzahlen im Jänner um ein Achtel abgesackt. | Wien. Bei der schwer ramponierten AUA wird die Liste der gestrichenen Flüge immer länger. Da die Weltwirtschaftskrise immer stärker auf das Geschäft durchschlägt, fallen Anfang März mit Nürnberg (Deutschland), Ankara (Türkei) und Nischni Nowgorod (Russland) drei weitere Strecken dem Sparstift zum Opfer.


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Damit hat die AUA dann schon acht Flugverbindungen gekappt. Wie berichtet, waren zunächst, beginnend mit August 2008, die Flüge nach London-City (England), Chicago (USA), Burgas (Bulgarien), Baia Mare (Rumänien) und Mumbai (Indien) eingestellt worden. Künftig ist das Angebot der rot-weiß-roten Airline auf rund 120 Flugziele abgespeckt.

"Daneben gibt es weitere Frequenzausdünnungen im gesamten Streckennetz", so die AUA in einer Presseaussendung. In Summe werden die Kapazitäten im laufenden Jahr um ein Zehntel heruntergefahren.

Wie dramatisch die Passagierzahlen der AUA derzeit nach unten rauschen, zeigen ihre neuesten Verkehrsergebnisse. Im Jänner hat sich der Rückgang stark beschleunigt. Mit 632.000 Fluggästen fiel das Aufkommen um 13 Prozent schwächer aus als im Jänner des Vorjahres.

Firmen knausern jetzt

Was die AUA besonders zu spüren bekommt: Viele Unternehmen sparen bei den Kosten für Flugreisen ihrer Mitarbeiter. Gerade Kunden aus der Business-Welt sind jedoch ihre wichtigste Zielgruppe. Als Premium-Anbieter ist die künftige Lufthansa-Tochter hauptsächlich aufzahlungskräftige Kundschaft angewiesen.

Besonders drastisch war das Passagierminus auf der Langstrecke - mit 19,1 Prozent. Bei den Kurz- und Mittelstrecken gab es ebenfalls Rückgänge im zweistelligen Prozent-Bereich, wobei die Focus-East-Strecken (Osteuropa und Naher Osten) mit minus 10,5 Prozent weniger stark verloren als die Strecken im westlichen Teil Europas (minus 14,7 Prozent). Im Schnitt sank die Auslastung der Flugzeuge im Jänner um 4,3 Prozentpunkte auf 65,4 Prozent.

Wie berichtet, kämpft die AUA derzeit massiv gegen den finanziellen Crash. Ein 225 Mio. Euro schweres Krisenpaket, das neben den bereits fixen Einsparungen im Flugbetrieb auch Einsparungen bei den Personalkosten vorsieht, wird mit dem Betriebsrat verhandelt. Dabei geht es um Kurzarbeit, Teilzeit, befristeten Gehaltsverzicht und um ein Aussetzen der Pensionskassenbeiträge. Noch im Februar könnte es bei diesen Punkten eine Einigung geben.

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