Zum Hauptinhalt springen

AUA verliert 167 Millionen im Halbjahr

Von WZ Online

Wirtschaft

Die 500 Millionen Euro, die Österreich zuschießt, damit sich die deutsche Lufthansa der AUA annimmt, sind gewiss keine kleine Summe. Angesichts der aktuellen Verluste der AUA erscheinen sie als notwendiges Übel.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 14 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Für das erste Halbjahr 2009 meldete die Fluglinie soeben einen Nettoverlust von 166,6 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2008 hatte die AUA 48,7 Mio. Euro verloren.

Als Grund für die tiefroten Zahlen werden die Krise in der Luftfahrt sowie neuerliche Flugzeugabschreibungen angegeben. Die "nicht cash-wirksamen" Wertminderungen durch Bewertungen von Flugzeugen beliefen sich nach AUA-Angaben vom Dienstag auf 74,3 Mio. Euro.

Der AUA-Konzernumsatz ist im Halbjahr um 21,8 Prozent auf 934,6 Mio. Euro gesunken, die Flugumsätze gaben auf 889 Mio. Euro (Vorjahr: 1,14 Mrd. Euro) nach. Im zweiten Quartal brachen die Flugumsätze um 26 Prozent auf 473,7 Mio. Euro ein.

Für die AUA-Vorstände Peter Malanik und Andreas Bierwirth zeigt die Krise "schonungslos unsere Schwächen auf". Dass die gesamte Luftfahrtbranche derzeit mit dem Rücken zur Wand stehe, sei nur ein schwacher Trost. Durch hartes Gegensteuern habe man es aber zunächst einmal geschafft, den operativen Verlust im zweiten Quartal zu reduzieren. Erste Effekte hätten die Sparmaßnahmen gebracht.

Die Zahl der Mitarbeiter ist im Jahresabstand auf 7.288 (Juni 2008: 8.035) Mitarbeiter reduziert worden.

Nach einem wochenlangen Nervenkrieg hat die EU-Wettbewerbskommissarin am vergangenen Freitag Grünes Licht für die Übernahme der AUA durch die Deutsche Lufthansa gegeben. (APA)