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AUA wieder in den schwarzen Zahlen

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

Die Bilanzzahlen der börsenotierten Austrian Airlines Group (AUA) für das erste Halbjahr 2002 zeigen die ersten Erfolge auf dem Sanierungskurs des Unternehmens, verkündeten die Vorstände des Unternehmens bei der Pressekonferenz am Montag in Wien. Das Ergebnis konnte von Jänner bis Juni 2002 im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert werden.


Der Betriebserfolg (EBIT) hat sich bei der AUA-Gruppe im ersten Halbjahr 2002 nach diversen Bereinigungen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2001 insgesamt um rund 28 Mill. Euro verbessert (auf 7 Mill. Euro). Nicht bereinigt um Anlageverkäufe und Währungsbewertungen lag das EBIT bei 29,7 (nach -31,5) Mill. Euro, das EGT bei 4,3 (-70,2) Mill. Euro. Das Passagieraufkommen der Gruppe aus AUA, Lauda Air, Tyrolean Airways und Rheintalflug stieg trotz eines verringerten Angebots um 0,5% auf 4,086.918 Mill. beförderte Fluggäste.

Die Konzernintegration sei nun weitgehend abgeschlossen, die Kapazitäten wurden reduziert - allerdings langsamer als erwartet, so Vagn Sörensen, Vorstandsvorsitzender der AUA-Gruppe. Auch weiterhin ist Sparen angesagt. "Wir müssen unsere Vertriebskosten senken, und zwar in allen Kanälen", betonte Vorstandsdirektor Josef Burger. Ob es zu einem weiteren Stellenabbau kommen wird, steht laut Sörensen noch nicht fest. Mit dem für heuer geplanten Mitarbeiterabbau von 968 Personen liege die AUA derzeit im Plan. Neben dem Sparkurs hätte sich die Entwicklung des Dollar-Kurses positiv auf die Bilanz durchgeschlagen, so Finanzvorstand Thomas Kleibl. Der gegen den Euro gesunkene Dollarkurs schlug sich in der Bewertung mit 95,1 Mill. Euro zu Buche.

"Das erste Halbjahr war zufriedenstellend - wir sind voll auf Plan", resümierte Sörensen. Nun sei es notwendig einen Polster gegenüber wirtschaftlichen Risken aufzubauen. Risken sieht die AUA in einem möglichen Irak-Krieg sowie in der Konjunktur. Bei einer positiven Entwicklung könnte die AUA-Gruppe für das Gesamtjahr 2002 das angepeilte EBIT von 4 Mill. Euro deutlich übertreffen.