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Auch 18-Jährige sind mündig

Von Ina Weber

Politik

Nachdem Probleme mit der E-Card bei Schülern aufgetaucht sind, sieht Volker Schörghofer, Vize-Generaldirektor des Hauptverbands, dasselbe Problem bei Ferialpraktikanten.


Für Schörghofer ist die Pannen-Serie kein Problem des Krankenscheinersatzes: "Mit der E-Card kommt jetzt ans Tageslicht, was vorher auch schon da war", meint er gegenüber der "Wiener Zeitung". Am Mittwoch ist es erneut zu Problemfällen in Niederösterreich gekommen. Schüler, die mit Erreichen des 18. Lebensjahres keinen automatischen Versicherungsschutz mehr haben, konnten ihre E-Card nicht benutzen. Versichert wären sie gewesen, wenn sie eine Schulbesuchsbzw. Inskriptionsbestätigung an die Krankenkassen übermittelt hätten. Für Schörghofer wäre das Problem auch vor der Einführung der E-Card aufgetreten, wenn auch mit zeitlicher Verzögerung. Denn der Jugendliche bekam seinen Krankenschein von den Eltern, überreichte diesen dem Arzt, der ihn an die Versicherung weiterleitete. "Mit der E-Card sieht man den Versicherungsstatus eben sofort." Um diese Problematik zu entschärfen, hat die Sozialversicherung eine Übergangsschutzfrist bis 30. November eingeführt. "Bei allen 18-Jährigen und jenen, die es erst werden, wird die Mitversicherung automatisch verlängert", erklärte Schörghofer. Für die Zukunft müsste man sich jedoch eine bessere Lösung einfallen lassen, am besten "man würde selbst dafür Sorge tragen, ob man versichert ist. Denn auch die 18-Jährigen sind schon mündig", so Schörghofer. Ansonsten sei das nächste Problem vorprogrammiert. So ist der Ferialpraktikant mit dem Arbeitgeber versichert, der ihn mit Ende der Arbeitszeit wieder abmeldet. Auch ein 27-jähriger Student ist automatisch nicht mehr mitversichert, wenn er nichts tut.

Die 23.000 versendeten fehlerhaften E-Cards an Pensionisten sollten bis Ende August ausgetauscht sein. Diese haben für das Ausland keine Gültigkeit.

*Service: E-Card-Hotline

Tel.: 0501 -24 33 11.