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Auch Hernals weitet Parkpickerl-Zone aus: "Haben ja keine Wahl"

Von Christian Rösner

Politik

Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer plädiert für flächendeckendes "West-Pickerl".


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Wien. Jetzt weitet auch der Bezirk Hernals seine Parkpickerlzone aus. "Nachdem Ottakring das macht, haben wir ja gar keine andere Wahl", erklärte Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" am Mittwoch.

"Wenn nämlich Ottakring, wie ursprünglich geplant war, bis zur Savoyenstraße ausdehnt, dann muss auch Hernals entlang des Heuberges seine sogenannten Überlappungs-Berechtigungszonen haben - wie es ursprünglich geplant war", meint Pfeffer. Allerdings soll dann, entgegen der ursprünglichen Pläne, künftig auch in den Überlappungszonen gezahlt werden, weil es sonst bezirkseigene "Fremdparker" gibt, die sich den Kauf des Parkpickerls ersparen wollen.

Aber es gibt noch einen anderen Grund für die rasche Entscheidung zur Ausweitung: Es bestehe nämlich auch ein Druck vonseiten der Hernalser - sie wollen erst gar nicht warten, bis sich die Ausweitung eingespielt hat. Eine erste Rückstau-Phase sei ihnen nämlich prophezeit worden, erklärte Pfeffer. "Aber sie wollen so schnell wie möglich den ursprünglichen Zustand wieder - nämlich einen Parkplatz in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung".

Vor allem wünscht sich Pfeffer, dass die Grenzen großzügig angelegt werden, um mögliche Rückstaueffekte zu vermeiden. "Das heißt, wir können keine Grenzziehung beim Göttlichen Heiland machen, wir können sie sicher nicht bei der Endstelle 43 machen. Das heißt, wir können sie maximal am Ende der Neuwaldegger Straße machen - dort fängt dann in der Nähe die Höhenstraße an", betont die Bezirkschefin.

Neun zu "Fleckerteppich"

Außerdem wäre es laut Pfeffer sinnvoller, großräumige Grenzen zu ziehen. "Ob das jetzt ein Pickerl für den Westen ist oder noch mehr Bezirke zusammengefasst, ist egal: Denn alles, was enge Grenzen zieht, lässt Ärger zu, weil wieder ein Rückstaueffekt zustande kommt." Außerdem würden sich die Autofahrer wieder besser auskennen. Der derzeitige "Fleckerlteppich" führe nämlich zur Überforderung. "Wenn die Betroffenen schon bezahlen müssen, dann wollen sie auch etwas davon haben", so Pfeffer.