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Auch Wellness aus der Trafik

Von Helmut Dite

Wirtschaft

Österreichs Trafikanten suchen und finden neue Geschäftsfelder: Nach Ticket-Angeboten für Kultur- und Sportveranstaltungen, Bahnfahrten, Behördenformularen und Klassenlosen werden in den Trafiknet-Filialen nun auch Gutscheine für Wellness-Urlaube im steirischen Thermenland angeboten.


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Von den rund 3.000 selbstständigen Trafiken in Österreich haben zur Zeit 850 bei Trafiknet angedockt, weitere 500 sollen in den kommenden Monaten ebenfalls an der Vernetzung teilnehmen, so Trafiknet-Chef Peter Leimer. Trafiknet startete die Vernetzung der österreichischen Trafiken Mitte 2000, bis Ende Oktober 2002 sei die Nachfrage auf monatlich rund 10.000 Veranstaltungstickets gestiegen - auf gut 90% aller heimischen Events hat man Zugriff. Jede zehnte Eintrittskarte für die Spiele des Fußballklubs Austria Memphis wird in der Trafik gekauft.

Nächstes Projekt, um neue Umsätze zu bringen und damit "die Nahversorgung abzusichern": In Zusammenarbeit mit Feratel sollen bald auch Karten für Skilifte beim Trafikanten gebucht werden können. Trotz neuer Gewerbeordnung verhindert die Monopolordnung aber weiterhin den Zuckerl- oder Snack-Verkauf - vom Tabakfachgeschäft zum vielfältigen "Drugstore" ist es noch weit. Und so lange etwa Tram-Fahrscheine oder Parkscheine nur im Fünferpack abgegeben werden "dürfen" und Briefmarken den meisten zu mühsam und zu wenig lukrativ erscheinen, fühlt sich mancher Kunde nicht gar so nah versorgt.