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Auf der „Alm” . . .

Von Bernhard Baumgartner

Kommentare

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Ich habe „Die Alm” gesehen. Aber bevor Sie jetzt - je nach Grad der Empathie - mit einem „Das wird schon wieder” oder „Na selbst schuld!” kontern: Es war ein Unfall. Die Batterie der Fernbedienung war just in dem Moment aus, als es ums rasche Umschalten ging. Und so musste der Fernsehtag auf Pro7 ausklingen, wo es wiedermal darum ging, ausgesucht verhaltensoriginelle Prominente, von denen in der Regel selten jemand etwas gehört hat, beim sinnfreien Verwirbeln von Luftschwallen (oder der Promotion des eignen - natürlich rein zufällig entstandenen - Erotikvideos) zuzusehen. Nicht zu vergessen natürlich üppig Dirndl-Staffage und der Almöhi, der die Promis stampert. Wie es halt so ist, auf den Bergen. Und nicht nur dass: Der Promi, den man dann mit entsprechendem Schnitt und bissigen Bemerkungen als „abschussreif” markiert hat, muss Dank Voting eine Ekelprobe bestehen. Also etwa in einen Trog mit Hummern steigen oder Hahnenfüße essen.

Allerdings scheint das Publikum von Sendungen dieser Art müde zu werden. An vergangene Erfolge des „Dschungels” von RTL kommt Pro7 nicht heran. Das mag daran liegen, dass der Dschungel viel exklusiveres Getier zur Verfügung hat, dass man dann als Delikatesse servieren kann. Oder aber dass die Moderatoren einfach mit den besseren (weil gemeineren) Texten ausgestattet werden. So forderte der „Focus” bereits die Ablöse des gagfreien Duos Daniel Aminati und Janine Kunze. Vielleicht ist das ja alles doch gar nicht so lustig, wie es scheint? Also unfreiwillig selbstreflexiv? Eine weitere Staffel ist fraglich. Ach ja: Und neue Batterien müssen her.

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