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Auf einen Boxenstopp zur Post

Von Petra Medek

Wirtschaft

Mit neuen Betriebstypen will die Österreichische Post AG mehr Kundennähe schaffen: Neben den Partnerschaften mit Nahversorgern (die erste Poststelle bei einem Greißler wurde wie berichtet im Mai eröffnet) und dem Relaunch der Postämter als "Post.at" werden nun "Post-Boxen" errichtet.


Die ersten Post-Boxen wurden gestern, Montag, im Generali-Center auf der Wiener Mariahilfer Straße sowie am Adolf-Schärf-Platz beim Donauzentrum eröffnet. Dieser kioskartige Filialtyp soll in stark frequentierten Lagen wie Einkaufszentren, Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen errichtet werden und es den Kunden somit ermöglichen, ihre Postgeschäfte quasi "im Vorbeigehen" zu erledigen.

Die Öffnungszeiten sind denen der Einkaufszentren angepasst, sagte Josef Halbmayr, Vorstandsdirektor für Marketing und Filialnetz, gestern vor Journalisten. Außerhalb der Öffnungszeiten stehen Automaten mit Briefmarken, vorfrankierten Kuverts, Handy-Wertkarten und Papierwaren zur Verfügung. Neben dem Brief- und Paketservice wird auch der Bankendienst der P.S.K. angeboten, und zwar wochentags bis 18 Uhr bzw. an Samstagen bis 12 Uhr. Angeschlossen an diese Services ist ein Shop-Bereich für Briefmarken, Kuverts, sonstigen Papierbedarf und Handys bzw. -Wertkarten.

Der Verkauf von Parkscheinen oder Fahrscheinen für öffentliche Verkehrsmittel wird erwogen, sagte Post-Generaldirektor Anton Wais. Außerdem können auf einem Internet-Terminal E-Mails und SMS verschickt, Fahrpläne abgerufen und Tourismusinformationen bezogen werden.

Für die Errichtung der Post-Box im Generali Center wurden rund 2 Mill. Schilling investiert, Umsatzziel seien im ersten Jahr 6 Mill. Schilling. Bis Ende des Jahres wird die Post in den Ausbau der drei neuen Filialtypen insgesamt

50 Mill. Schilling investiert haben, sagte Halbmayr.

Unter dem Schlagwort "Post.at" wird den Postämtern ein neues Design verpasst und das Sortiment von Papierwaren bis zu CD-Roms erweitert. Die erste Filiale dieser Art wurde ebenfalls am Montag in Klagenfurt eröffnet. Unterdessen sei die Reform der Zustellung noch in Arbeit, erste Ergebnisse einer Testphase lägen nun zur Untersuchung vor, das endgültige Reformkonzept soll bis Mitte Juli stehen, so der Post-Vorstand.