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Aufatmen in den Museen

Von Christina Böck

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Nicht nur während der Hochphase der Pandemie haben Kultureinrichtungen gelitten. Schließungen von Theatern, Opernhäusern und Museen haben sich auf die Bilanzen ausgewirkt. Auch, als sich die Situation wieder zu normalisieren begann, war nicht sofort alles in Butter. Die Bühnen hatten lange das Problem, dass ihre Spielpläne nicht so in Stein gemeißelt waren, wie man das "früher" gewohnt war: Oft mussten Aufführungen abgesagt werden, weil sich ein/e Mitwirkende/r zum ungünstigen Zeitpunkt infiziert hatte. Diese Unsicherheit half auch nicht dabei, das ferngebliebene Publikum wieder zu binden. Tatsächlich laborieren gerade die Theater nach wie vor an einem beachtlichen Besucherschwund, sodass schon die Frage auftaucht, ob man den anhaltenden Mangel an Zuspruch immer noch nur Corona zuschreiben kann. Da werden die aktuellen Zahlen der Bundesmuseen Salz in die Wunde streuen. Denn Albertina, KHM und Co. sind wieder auf einem guten Weg. Die Albertina verzeichnete 2022 im Vergleich zu 2019 nur mehr ein Minus von 3,6 Prozent, das Belvedere büßte 27,9 Prozent ein. Das KHM liegt noch um 22,9 Prozent hinter den Zahlen von 2019.

Der Vergleich ist natürlich kein fairer, denn ein Gutteil der Rückkehrer sind Schulklassen - damit können Theater ihre Bilanzen nicht aufbessern. Aber einen Hoffnungsschimmer kann man sich schon mitnehmen: Vielleicht brauchen Theaterfreunde nur länger, um wieder in die Gänge zu kommen.