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Aufklärung einmal anders

Von Judith Schmitzberger

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Österreicher tragen Dirndl, | sind entfernt mit den Grauen des NS-Regime in Berührung gekommen, haben viele Kinder und werde von frommen, witzigen Nonnen unterrichtet. Und sie wandeln fröhlich | singend durch die Berge. Oder durch das pastellfarbene, | romantisch barocke Freilichtmuseum Salzburg.


Kaum ein anderes Werk hat das Image Österreichs im Ausland - vor allem in den USA - stärker geprägt als das Musical "The Sound of Music". In der Verfilmung mit Julie Andrews 1965 wurde es zum Klassiker, der die Stadt an der Salzach berühmter gemacht hat als die Musik von Mozart. Nun kommt nach 45 Jahren zusammen, was für Nicht-Österreicher immer schon zusammengehörte: Das Musical ist erstmals in Salzburg zu sehen, ab Oktober 2011 im Landestheater. Und die Salzburger sind eingeladen, dabei mitzuwirken - die Rollen werden öffentlich ausgeschrieben.

70 Prozent der Besucher kämen wegen "Sound of Music" und der Familie Trapp nach Salzburg, erläuterte SP-Kulturreferent David Brenner - etwa 300.000 Menschen jährlich. Sie seien aber nicht die vorrangige Zielgruppe. Man will Abonnementen, Salzburger und Bayern ansprechen.

Aufklärung wird bei diesen Zusehern auch nötig sein. Denn ein Großteil der Salzburger hat nach wie vor keine

Ahnung, von welchem Fräulein Maria Touristen da dauernd sprechen.