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Aus "Amadeus" wird "Thalia.at"

Von WZ Online

Wirtschaft

Auch in Wien gehört die Buchhandelsmarke "Amadeus" seit Montag der Vergangenheit an: Man bleibe unter der europäischen Marke "Thalia" aber ein "dezentrales österreichisches Unternehmen", versicherte Geschäftsführer Josef Pretzl bei der Eröffnung im Beisein von Wiens Bürgermeister Michael Häupl bei der Umbenennung der Filiale in der Mariahilfer Straße in "Thalia.at".


Der Buchhändler will weiter expandieren. Auch Akquisitionen schloss Pretzl nicht aus: "Wir machen alles, was Rentabilität bringt." Konkrete Verhandlungen fänden derzeit aber nicht statt. Beim organischen Wachstum konzentriere man sich auf Einkaufszentren und Innenstadtlagen. "Die Lage rund um den Stephansdom wäre interessant", so der Geschäftsführer des nach eigenen Angaben größten österreichischen Buchhändlers. Noch heuer sollen zu den bestehenden 21 Standorten drei weitere in Wien-Heiligenstadt, Salzburg und Villach dazukommen. 2006 sind weitere Filialen in Gmunden, Klagenfurt und Graz vorgesehen.

Derzeit werden laut Pretzl rund drei Prozent des Umsatzes im Internet erwirtschaftet, langfristig könne er sich aber zehn Prozent vorstellen. Abgewickelt wird der Internet-Auftritt http://www.thalia.at/ vom Thalia-Partner "buch.de". Er wird von den einzelnen Länderredaktionen auf ihre jeweiligen Bedürfnisse adaptiert.

Überhaupt könnten Synergien dort gehoben werden, wo keine unmittelbare Marktnähe erforderlich sei, betonte Michael Busch, Chef der deutschen Thalia-Gruppe, die Amadeus 2002 übernommen hatte. Dazu zählte er im APA-Gespräch etwa die IT, die Beschaffung oder das Investitionsvolumen. Beziffern wollte Busch die Synergieeffekte nicht: "Das sind unternehmerische Entscheidungen, die sich nicht auf den letzten Cent rechnen lassen."

Die Thalia-Gruppe ist ein Tochterunternehmen des deutschen Douglas-Konzerns (Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres: 1,86 Mrd. Euro) und betreibt rund 150 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nach früheren Angaben soll der österreichische Teilkonzern im heurigen Geschäftsjahr, das am 30. September endet, ein Umsatz von 73 Mio. Euro erwirtschaften.